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Mac-OS X 10.3.4 im Alltags-Test

27.05.2004 | 17:13 Uhr |

Seit gestern Abend steht auf den Software-Update-Servern von Apple Mac-OS X 10.3.4 zum Download bereit. Doch nicht alle angeblich ausgemerzten Fehler sind tatsächlich verschwunden.

Etwas über 40 MB ist das neue Apple-Update groß, die Installation kann je nach Mac-Typ zwischen 15 und 30 Minuten dauern. Nach dem ersten sehr lange dauernden Neustart ist das System auf dem aktuellsten Stand. Bisher sind noch keine nennenswerten Probleme beim Update aufgetreten, vereinzelt berichten Anwender über zickige Powerbooks oder iBooks, die erst nach dem dritten Anlauf das neue System starten.

Microsofts Entourage kann Attachments automatisch filtern, für Mail wäre so eine Funktion ebenfalls wünschenswert.
Vergrößern Microsofts Entourage kann Attachments automatisch filtern, für Mail wäre so eine Funktion ebenfalls wünschenswert.
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In der offiziellen Zusammenfassung von Mac-OS X 10.3.4 nennt Apple detailliert alle durchgeführten Aktualisierungen. Mail soll beispielsweise endlich überlange URLs richtig versenden, damit diese beim Gegenüber vom Lieblingsbrowser auch zu öffnen sind. In unserem Test mit einer langen URL von Google-Groups zeigte sich jedoch der gleiche Fehler wie noch im 10.3.3-Build von Mail: Nach dem ersten Fragezeichen der Google-URL fügt Mail beim Versenden ein Leerzeichen ein. Somit ist der Link für andere E-Mail-Client unterbrochen und lässt nicht mehr korrekt an den Browser übergeben. Nett: Beim Kopieren und Einfügen von Nachrichten in Mail behalten diese ihre gesetzten Status-Flags bei (gelesen oder ungelesen, gesetzte Prioritäten etc). Zudem lassen sich ZIP-Archive aus einer Mail abspeichern, ohne dass Mac-OS X automatisch das Entpacken startet. Wünschenswerte wäre für eine der nächsten Mail-Versionen eine Option, um in einer Regel nach Attachment-Typ filtern zu können. So wären Mail-Benutzer in der Lage, unbeliebte Massenmails mit PIF- oder EXE-Anhängen direkt löschen zu können.

Ein Kontaktimport über eine LDIF-Datei in das Apple Adressbuch geht jetzt problemlos über die Bühne, bisher landete immer nur der erste Eintrag in der Kontaktdatenbank, selbst wenn die LDIF-Quelle nacheinander mehrere Adressen lieferte. Auch der Finder hat diverse Bugfixes hinter sich. Unter anderem melden sich wiederbeschreibbare Medien nach dem Brennen mit dem Finder als neues Volume automatisch an, zudem stürzt der Finder nicht mehr so schnell ab, wenn er mehrere Multimedia-Dateien (Bilder, Filme, Musikstücke) gleichzeitig als Voransicht darstellen muss. Apropos Multimedia: iTunes und iSync erkennen neuere iPods, die über USB 2.0 an einen Mac angeschlossen sind, ab sofort so zuverlässig wie die Firewire-Kollegen.

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