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Mac-OS X 10.5.2: Die Neuerungen im Detail

12.02.2008 | 13:28 Uhr |

Über 120 Fehler sind behoben und Leopard ist nicht nur stabiler, sondern kann auch mehr: Die Liste der Verbesserungen des gigantischen Systemupdates auf Mac-OS X 10.5.2, das Apple gestern Abend veröffentlicht hat, ist lang. Der Hersteller hat dieses Mal auf die Mac-Anwender gehört und etliche Wünsche umgesetzt.

Apple Security Update 2003-03-24
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RAW-Unterstützung für neue Kamera-Modelle

Vor allem ambitionierte Fotografen, die Aperture einsetzen, haben sich auf die Unterstützung des Rohdatenformats einer Reihe neuer Kameras gefreut:

Canon EOS 1Ds Mark III Canon Powershot G9 Hasselblad CF-22 Hasselblad CF-39 Leaf Aptus 75s Nikon D3 Nikon D300 Sony Alpha DSLR-A700 Das Fotografieren im RAW-Format ermöglicht mehr Gestaltungsfreiraum, da die Kamera Parameter wie Weißabgleich, Farbsättigung, Kontrast nicht automatisch einstellt und in ein Bild einrechnet. Darüber hinaus ist ein höherer Tonwertumfang möglich. Entgegen eines Gerüchts, dem auch macnews.de am Wochenende aufgesessen ist, wird die Unterstützung für neue Digitalkameras weiterhin mit Systemupdates aufgespielt und nicht etwa mit einer iPhoto-Aktualisierung, wie irrtümlicherweise behauptet. Aus bislang nicht bekannten Gründen kann Aperture die neuen Rohformate noch nicht lesen.

Besser stapeln

Nicht jeder mag die mit Leopard eingeführten Stapel im Dock und jetzt muss er sie auch nicht mehr mögen. Ein rechter Mausklick und ein Blick ins Kontextmenü jedes im Dock aufbewahrten Ordners fördert neue Optionen zu Tage, mit denen sich Apples unerhörte Neuigkeit wieder zum Verschwinden bringen lässt: Die Einstellung Anzeigen als Ordner sorgt dafür, dass im Dock nicht alle Dateien eines Ordners hintereinander gestapelt angezeigt werden. Wie noch in Mac OS X 10.4 üblich erscheint das Ordner-Symbol. Auch die Option Inhalt zeigen als Liste ist keine Neuerung, sondern nimmt die neue Darstellung in Leopard wieder zurück und zeigt Ordnerinhalte in der aus Vorversionen bekannten Listenansicht an. In der Gitteransicht lassen sich Dateinamen jetzt besser lesen, Apple hat den Hintergrund angepasst.

Spi- und Transparenzchen

Ein weiterer oft geäußerter Kritikpunkt an Mac OS X 10.5 war die Transparenz der Menüleiste und der Menüs, deren Lesbarkeit insbesondere bei sehr lebhaften Hintergrundbildern verloren gehen konnte. Nun lässt Apple auch in diesem Punkt dem Anwender die Wahl: In den Systemeinstellungen findet er unter Schreibtisch & Bildschirmschoner eine neue Option Transparente Menüleiste. Entfernt er dort den Haken, sieht seine Menüleiste sogleich wieder aus wie in Mac OS X 10.4. Die Menüs haben ihre Transparenz nun ebenfalls verloren, einstellen lässt sich das aber nicht.

Mehr Kontrolle über die Zeitmaschine

Verwendet man Time Machine, so fällt einem bereits beim ersten Start von Mac OS X 10.5.2 ein neues Icon in der Menüleiste auf: Time Machine hat sich dort eingenistet. Backups lassen sich von dort aus ebenso wie die Restore-Funktion der Zeitmaschine starten; das Symbol aus dem Dock kann man entfernen, wenn man den Platz braucht. Wer lieber in seiner Menüleiste Platz spart, entfernt in den Time Machine-Einstellungen den Haken vor Time Machine-Status in der Menüleiste anzeigen.

Weitere Verbesserungen

Build 9C31, so heißt die neue Mac OS X-Version 10.5.2 genau, bringt noch eine Menge weiterer Neuerungen mit sich. Wichtig für viele .Mac-Abonnenten ist, dass die Funktion "Zugang zu meinem Mac" nun mit mehr Routern zusammenarbeitet. Besitzer der Samsung-Telefone D600E und D900i können nun Daten mit ihrem Mac abgleichen, iSync erkennt sie. Es gibt nun eine Option für große Mailbox-Icons in Mail und nicht zuletzt lassen sich per DVD- oder CD-Sharing optische Medien mit anderen Mac-Benutzern teilen. Dieses Funktion findet man in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Sharing. Noch wichtiger als alle sogleich sichtbaren Verbesserungen sind schließlich aber die vielen unter der Oberfläche. Die, die Systemabstürze und Inkompatibilitäten vermeiden und dafür sorgen, dass das Arbeiten am Mac verlässlicher und sicherer wird.

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