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Snow Leopard hält sich hartnäckig

06.11.2012 | 09:40 Uhr |

Mac-Anwender steigen nur zögerlich auf OS X 10.8 Mountain Lion um, viele bleiben der Betriebssystemausgabe von 2009, Mac-OS X 10,6 Snow Leopard treu. Dies lässt sich aus Nutzerstatistiken von Net Applications herauslesen, berichten unsere Kollegen von Macworld.

Demnach war im Oktober auf 25,8 Prozent aller Macs das jüngste Betriebssystem Mountain Lion installiert, 3,5 Prozentpunkte mehr als im September. Lion und vor allem Snow Leopard hatten drei Monate nach ihrer jeweiligen Veröffentlichung höhere Adaptionsraten aufzuweisen, Lion war auf 26,4 Prozent aller Macs installiert, Snow Leopard auf 27 Prozent. Zuletzt hatte Mountain Lion auf Kosten des unmittelbaren Vorgängers Lion zugelegt, während mehr Anwender als üblich beim Vorvorgägnger Snow Leopard geblieben waren. Snow Leopard hat seit der Veröffentlichung von Mountain Lion demnach 17 Prozent seiner Nutzer verloren, Lion hingegen 33 Prozent. Seit dem Debüt von OS X Lion hat Snow Leopard zwar die Hälfte seiner Nutzer verloren, in den letzten beiden Monaten war die Verlustrate aber geringer als im Zwölfmonatsschnitt. Anders als früher unterstützt Apple das Vorletzte Betriebssystem noch mit Sicherheitsupdates, den Update-Rhythmus hat Apple jedoch auch verschärft und schon ein Jahr nach Lion Mountain Lion in den Handel gebracht.

Snow Leopard ist zwar noch nicht mit Windows XP zu vergleichen, das auch elf Jahre nach seiner Veröffentlichung auf vielen Rechnern arbeitet, doch könnte das Mac-OS X von 2009 auf dem Weg dorthin sein. Ein Grund für die Systemtreue könnte sein, dass Snow Leopard das letzte Mac-Betriebssystem ist, das noch Power-PC-Programme unterstützt - obwohl das Betriebssystem selbst zwingend Intel-Chips voraussetzt. Zudem halten viele Snow-Leopard-Nutzer Lion für unzuverlässig und instabil - in diesem Punkt wären sie Brüder im Geiste jener, die starr an XP festhalten. Lion und vor allem Mountain Lion müssen auch mit dem Vorurteil kämpfen, sie würden als Betriebssystem einen Mac zum Smartphone degradieren, mit Funktionen, die Apple zunächst in iOS eingeführt hatte.

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