1048486

Lion-Safari bekommt Leseliste

02.05.2011 | 07:00 Uhr |

Der Gründer von Instapaper, dem Dienst für optimierte Offline-Webseiten, vergleicht das neue Feature eher mit RSS-Feeds anstatt ernstzunehmende Konkurrenz

icon Safari
Vergrößern icon Safari

Am letzten Freitag soll durchgesickert sein, dass Safari unter dem nächsten Betriebssystem Mac-OS X 10.7 Lion Leselisten verwalten wird, berichtet Electronista . Damit können dann in Safari Seiten zum bequemen späteren Offline-Lesen markiert und gespeichert werden, wie es zum Beispiel derzeit mit Instapaper oder Readbility möglich ist. Der Anwender soll Webseiten-Links auf einer Leseliste sammeln können und dann durch eine Kombination von HTML und Javascript lesefreundlich aufbereitet werden. Wie das genau vor sich gehen soll, ist aber noch nicht klar; so fehlt zum Beispiel auch jede Information, ob die Listen oder Inhalte zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden können. Zwar gibt der Code preis, dass Leselisten-Elemente in Lion eingebaut sind, aber in den verfügbaren Entwickler-Vorversionen sind diese Code-Teile noch nicht aktiviert.

Die Grundidee, Webseiten für späteres Lesen zu speichern, sieht auf den ersten Blick nach Instapaper aus, aber Marco Arment , der Gründer dieses Services, berichtete am letzten Freitag, dass ein solches Feature in Lion eher dem Vorbild von Readbility folgt, wo Webseiten in ein insbesondere für längere Artikel lesefreundlicheres Format umgesetzt werden. Nach Einschätzung von Arment ist ein Leselisten-Feature in Safari weder durch Apple von Instapaper abgekupfert noch eine Bedrohung seines eigenen Services. Auch das Hinzufügen einer Synchronisation unter iOS würde seine Einstellung nicht ändern, da Anwendungen wie Mail oder Safari auch gegenwärtig über RSS -Feeds Informationen sammeln und zum Lesen aufbereiten.

In dem Podcast Build & Analyze vergleicht Arment Apples Leselisten-Option direkt in Safari mit dem Wettbewerbs-Verhalten von Starbucks: Die Kaffeekette eröffnete bevorzugt eine neue Filiale in unmittelbarer Nachbarschaft eines weiteren Kaffeehauses mit dem Ziel, die Kunden in ihre eigene Filiale zu locken. Aber lange Warteschlangen und eher mittelmäßiger Kaffee hat letztendlich dazu geführt, dass die Kunden wieder in ihr Stamm-Kaffeehaus zurückkehrten.

Arment erwähnt, dass die Idee für Leselisten nicht unbedingt einzigartig ist und sein Vorteil nur darin liegt, als Ester einen Dienst für optimierte Offline-Webseiten entwickelt zu haben. Gleichzeitig räumt er aber bescheiden ein, dass er nicht unbedingt der Erste war, der auf diese Idee gekommen ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1048486