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Die Geschichte von OS X geht weiter – auf der WWDC

28.05.2014 | 10:00 Uhr |

Dreizehn Jahre gehört OS X nun schon zum festen Kanon der Computer-Betriebssysteme und begleitet uns in der Redaktion und viele User und Leser zuhaue tagtäglich bei der Arbeit – wir blicken zurück auf spannende Jahre.

Seit dem Jahr 2000 ist es nicht mehr wegzudenken: OS X, das nach eigener Aussage  "leistungsstärkste Computerbetriebssystem der Welt". Von der OS X Public Beta bis zum aktuellen System OS X Mavericks hat sich in all den Jahren so einiges geändert – von der Architektur über den Wegfall von Rosetta mit dem Wechsel zu OS X Lion oder der immer tiefgreifenderen Integration von Apples Cloud-Service iCloud in der jüngsten Inkarnation OS X 10.9. Was Apple mit OS X in Zukunft vorhat – flaches Redesign, Siri, oder Air-Drop-Integration –, werden wir auf der Keynote der diesjährigen WWDC am 2. Juni erfahren.

Dabei war der in der Rückschau so geradlinig wirkende Weg von den alten Versionen von Mac OS hin zur Public Beta und Mac-OS X 10.0 bei weitem nicht so einfach. In der Mitte der neunziger Jahre hatte Apple ein massives Problem mit seinen – man muss es so deutlich sagen – hoffnungslos in die Jahre gekommenen Desktop-Betriebssystemen, die mit der rasanten Entwicklung von Microsofts Windows nicht mehr im Geringsten mithalten konnten.

So sieht die aktuelle Betriebssystemlandschaft aus. Unter den Mac-Systemen ist OS X Mavericks, der kostenlose aktuelle Ableger der Beliebteste.
Vergrößern So sieht die aktuelle Betriebssystemlandschaft aus. Unter den Mac-Systemen ist OS X Mavericks, der kostenlose aktuelle Ableger der Beliebteste.

In diese Zeit fällt auch einer der größten Software-Flops, die Apple je produziert hat: Das Projekt Copland, aus dem ein veritabler Nachfolger für das angestaubte Mac OS hätte entstehen sollen. Während parallel Windows 95 Erfolge feierte, wurde das etwa 250 Millionen US-Dollar teure und ursprünglich für Ende 1995 angekündigte Projekt Copland zum Desaster. Die Entwicklung verzögerte sich, der Release rückte immer weiter in die Zukunft, erst auf Mitte 1996, dann auf Ende 1997. Copland wurde schließlich beendet, nur einige Features schafften es in Mac-OS 8.

Dabei waren die Ziele gar nicht so hoch gesteckt, erst recht nicht bei einer kompletten Neuentwicklung: Apple wollte das auf einem Mikrokernel aufgebaute und nativ auf PPC-Architektur laufende Copland-System mit präemptiven Multitasking, Speicherschutz und echter Mehrbenutzerverwaltung ausstatten – alles Funktionen, die so richtig erst mit OS X umgesetzt werden konnten. Erst Steve Jobs, der 1996 mitsamt seiner Firma Next (und dem von Next entwickelten Betriebssystem Nextstep) von Apple aufgekauft wurde, brachte wieder Schwung in die Betriebssystementwicklung.

So ging am Ende 2000 Jobs Nextstep-System, das vom Unix-System Berkeley Software Distribution (kurz BSD) abstammt, in Apples neuem Betriebssystem OS X auf, das ab September 2000 als Public Beta verkauft wurde - gegen eine Schutzgebühr von 79 Mark. Das Geburtstagskind „Cheetah" zu Deutsch Gepard, ging als Mac-OS X 10.0 am 24. März 2001 in den Handel - neun weitere Generationen folgten bisher. Seit Version 10.2 war der Tiername auch offiziell, mit OS X 10.9 Mavericks beginnt Apple eine neue Nomenklatur jenseits der Raubkatzen.

In unserer Galerie haben wir noch einmal die Geschichte von OS X vorgestellt. Klicken Sie sich durch!

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