Von Peter Müller - 20.05.2011, 07:38

Mac-OS X Lion

Sicherheitsexperte kritisiert Mac App Store

Der Mac App Store ist zu langsam, wenn es darum geht, Sicherheitsupdates auszuliefern.
Diese Tatsache kritisiert der Sicherheitsexperte Joshua Long in seinem Blog. Als Beispiel nennt er den Browser Opera, der im Mac App Store seit dem ersten März nicht mehr aktualisiert wurde, In der Zwischenzeit ist jedoch eine Sicherheitslücke aufgetaucht, die die Gefahr einer Infektion mit Schadcode auf dem Mac birgt. Opera hat diese Lücke mit einem Update auf Version 11.11 des Browser mittlerweile geschlossen, wer sich jedoch auf den Update-Mechanismus des Mac App Store verlässt, muss weiterhin die alte und unsichere Fassung des Browsers nutzen. Diese Anwender seien sich nicht einmal bewusst, dass ihre Software unsicher ist, meint Long. Apple hat den App Store auch damit gepriesen, dass dieser Anwender automatisch auf Updates hinweise. Dieses Versprechen habe Apple nun aber gebrochen, schimpft Long: "Mac-Anwender, die Opera aus dem Mac App Store geladen haben, finden sich jetzt mit einem zwei Versionen alten Opera wieder." Wer seine Software über den Mac App Store anbieten will, muss sie von jeglicher Auto-Update-Funktion befreien, schreibt Apple vor. Opera hat unserer Kollegen der Computerworld versichert, eine aktuelle Version sei zum Update im Mac App Store eingereicht, man warte nur auf die Freigabe durch Apple. Anwendern empfiehlt Opera, sich den Browser über die Website des Unternehmens zu holen, diese Version sei auch mit einem Auto-Update-Mechanismus ausgestattet.
Longs Kritik entzündet sich jedoch an Einzelfällen. Neben Opera sei auch die vom Mac App Store angebotene Kindle-Version nicht mehr up-to-date. Die 25 meistverkauften Apps des Mac App Store sind laut Computerworld jedoch alle aktuell.
Wenig überrascht von der fehlenden Opera-Aktualisierung zeigt sich der Direktor von nCircle Security Andrew Storms und gibt sich zynisch: "Was ist daran neu? Man muss nicht in den Mac App Store, um veraltete Software von Apple zu erhalten. Laden Sie doch einfach das Betriebssystem." Storms erinnert daran, dass Apple in der Vergangenheit Komponenten des Systems erst mit Verzögerung aktualisiert hat, beispielsweise blieben von Adobe-Software gerissene Sicherheitslücken über längere Zeiträume als nötig offen.
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