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Mac-OS X Server kommt – irgendwann und irgendwie

14.06.2007 | 14:10 Uhr |

Apple wird die Server-Version von Mac-OS X 10.5 Leopard im Oktober 2007 auf den Markt bringen – zeitgleich mit der normalen Version 10.5, die jedem Mac beiliegt. Wir fassen die interessantesten Neuerungen des neuen Server-Betriebssystems zusammen.

Wir gehen davon aus, dass Apple die Server-Software – wie bisher – in einer Fassung für kleine Arbeitsgruppen mit einer Beschränkung auf zehn Benutzer und einer weiteren, komplett unbeschränkten Fassung anbietet. Wer einen neuen Server von Apple kauft, erhält aber wie bisher die unbeschränkte Fassung des Betriebssystems. Wer ein Update oder nur die Software kauft, wird wahrscheinlich die gleichen Preise wie heute zahlen: 480 Euro für die Version für 10 Benutzer und 970 Euro für die unlimitierte.

Vereinfachte Einrichtung

Ein Server braucht etwas mehr Planung als ein Einzelplatz-Rechner. Deshalb war die Einrichtung von Mac-OS X Server bisher eine langwierige Angelegenheit, in der man Schritt für Schritt Benutzer Gruppen und Rechte definierte und schließlich einzelne Funktionen des Servers wie Mail oder File-Sharing aktivierte. Mit Version 10.5 hilft ein Assistent über diese Grundschritte hinweg, außerdem hilft später ein weiteres Hilfsprogramm, wenn es gilt, einen neuen Mac als Client für diesen Server einzurichten: “Directory Utitlity” erkennt diesen neuen Mac und richtet Mail, iChat und iCal so ein, dass man vom neuen Rechner direkt auf den Server zugreifen kann.

Informationen für Gruppen

Apple wird mit Mac-OS X Server, Version 10.5 etwas Besonderes für Arbeitsgruppen anbieten: Eine Arbeitsgruppe kann damit ohne großen Installationsaufwand allen Mitarbeitern Zugang bieten zu einem Online-Lexikon (Wiki), einem Notizbuch (Weblog), einem Chat-Server und einem gemeinsamen Terminkalender (iCal Server). Wenn die Berichte zutreffen, kann man mit Teams in einer Arbeitsgruppe Termine koordinieren, Einladungen verschicken und Räume und andere Dinge reservieren. Bei der Terminplanung setzt Apple auf den gerade definierten Standard CalDAV, dessen Datenformat sich laut Apple mit iCal 3 (Teil von Mac-OS X Leopard) lesen lässt, aber auch mit Mozilla Sunbird, OSAF Chandler oder Microsoft Outlook. Auf dem Foto von Apple ist der Gruppenkalendar in Safari sichtbar, rechts in der Mitte ist ein Kalender des aktuellen Monats aufgeklappt – eine Funktion, die heute nur mit vergleichsweise aufwendigen Javascript-Programmen im Browser machbar ist. Auf den Internet-Seiten zu Leopard Server nennt Apple weitere Funktionen, die an Web 2.0 erinnern und künftig direkt im Web-Browser Safari nutzbar sind: Auf den Internet-Seiten des Teams kann jeder Hyperlinks und Bilder einfügen, neue Seiten anlegen oder die Formatierung der Texte ändern. Auf Wunsch erfährt dann jeder innerhalb der Arbeitsgruppe von diesen Änderungen.

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