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Mac-OS X Server mit Aqua-Oberfläche

23.02.2001 | 00:00 Uhr |

Noch vier Wochen, dann bringt Apple sein neues Betriebssystem in den Handel. Eine Server-Version von Mac-OS X mit stark erweiterter Funktionalität soll kurz darauf folgen.

Apple will neben dem ab Juli auf neuen Rechnern vorinstalliertem Betriebssystem Mac-OS X eine neue Version von Mac-OS X Server heraus bringen. Nach Angaben des Herstellers soll dies "kurz nach" der Veröffentlichung der Unix-Variante im Mac-Look am 24. März erfolgen, ein genaueres Datum nennt Apple ebensowenig wie einen Preis. Mac-OS X Server 1.2, das Apple bislang für rund 1.200 Mark verkauft hat, ist nicht mehr im Handel.

Das Server-Betriebssystems ist wie die Client-Version aufgebaut, auf dem Open-Source-Kernel Darwin setzen die Grafiklayer Quartz, Open GL und Quicktime auf, die Benutzeroberfläche Aqua ist jedoch in der Standardeinstellung etwas nüchterner gehalten.

Apple sieht Mac-OS X Server als Symbiose von Apple Share IP und Mac-OS X. Damit verspricht Apple Filesharing für Macintosh, Windows-, Unix- und Linux-Clients. Dank eines Postscript-Spoolers soll sich das System auch als Drucker-Server eignen. Der populäre Webserver Apache, den Apple auch unter Mac-OS X einsetzt, unterstützt in der Server-Version WebDAV. Um Websites mit dynamischen Inhalten erstellen und hosten zu können, legt Apple dem Betriebssystem die Entwicklungsumgebung Web Objects bei, an Skriptsprachen unterstützt Mac-OS X Server JSP, PHP und Perl sowie Unix- und Mac-CGI-Skripts, als Datenbank-Schnittstelle ist MySQL gedacht. Für E-Commerce-Sites lassen sich Daten mit SSL (Secure Socket Layer) verschlüsselt übertragen, wie in bisherigen Versionen ist Quicktime-Streaming-Server enthalten. Vermutlich wird es sich bei Web Objects um die neue Version 5 handeln, die vollständig auf Java 2 aufbaut. Eine zeitgleiche Veröffentlichung von Web Objects 5 und Mac-OS X Server spätestens zur WWDC im Mai scheint möglich.

An weiteren Netzwerktechnologien hat Mac-OS X Server DHCP, DNS und LDAP integriert, ebenso Netbooting, mit dem Client-Macs das Betriebssystem über den Netzanschluß vom Server erhalten. Neben einer englischen Version will Apple Mac-OS X Server auch in japanisch, französisch und deutsch anbieten, das Update läuft - so verspricht Apple - reibungslos und ohne Datenverluste.

Mac-OS X Server ist als High-end-System gedacht, das Inhalte für Intranet und Internet beriet hält. Um Ausfallzeiten zu minimieren, soll das System ausgefallene Services automatisch neu starten. Im laut Apple unwahrscheinlichen Fall eines Totalabsturzes soll Mac-OS X Server dank der Funktion des "Operation system fault tolerance" sogar den Rechner neu starten können. Als Hardwarevoraussetzung stehen jedoch ein Macintosh Server G4, Power Mac G4, Power Mac G4 Cube, iMac, Macintosh Server G3 oder Power Mac G3 mit mindestens 128 MB RAM und einer Festplatte von 4 GB Kapazität, wobei erst Rechner, die ab Janaur 2001 in den Handel gekommen sind, den automatischen Neustart unter "Operation system fault tolerance" unterstützen. Sowohl von Gigabit-Ethernet als auch von System mit mehreren Prozessoren soll Mac-OS X Server Gebrauch machen können. pm

Info: Apple, Internet: www.apple.com/macosx/server

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