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Mac-OS X Update 10.3.8

14.02.2005 | 08:58 Uhr |

Eigentlich sollte das Update auf Version 10.3.8 nur Fehler beheben. Doch es bringt mindestens zwei neue Probleme mit sich.

Laut Apple sollte das Update nur folgende Fehler beheben:

= lange Startzeit in iChat, Mail und anderen Programmen, die Zugriff zum Internet benötigen;
= Neustart nach Stromausfall funktioniert nicht, selbst wenn in den Systemeinstellungen "Automatischer Neustart bei Stromausfall aktiviert ist;
= Bildschirmflackern bei der Wiedergabe von DVD-Menüs bei einigen Powerbook-Modellen
= schwarzer Bildschirm nach dem Aufwachen auf dem Ruhezustand bei einigen Powerbook-Modellen, außerdem keine Reaktion auf Tastatur oder Maus;
= unkontrollierbare Bewegungen des Mauszeigers bei Powerbooks;
= Fehler beim Zugriff auf einen Windows-Server bei der Verwendung des Dienstprogramms "Directory Access 1.5.x
= Fehler bei der Überprüfung der Benutzerdaten bei der Verwendung des DNS-Servers Cisco Distributed Director

Laut ersten Berichten treten einige Probleme auf, die sich in unseren internen Tests allerdings nur teilweise nachvollziehen lassen. Dabei zeigt sich, dass die Art des Updates zu unterschiedlichen Resultaten führt. Am wenigsten Probleme hat, wer alle bisher verfügbaren Updates schon eingespielt hat und jetzt lediglich von Version 10.3.7 auf Version 10.3.8 wechselt.

Denn beim Wechsel von Mac-OS X, Version 10.3.7 sind bisher nur folgende Probleme bekannt:

- Problem 1: Stärkere Aktivität der Lüfter im Power Mac G5
- Lösung: Nach unseren Erfahrungen tritt das Problem nur bei den Geräten der ersten Generation auf (Seriennummer beginnt mit M90). Um das Problem auf die Schnelle in den Griff zu bekommen, hilft es in "Systemeinstellungen > Energie sparen > Optionen > Prozessor-Leistung" den Punkt "maximal" auszuwählen.

- Problem 2: Nach kurzer Zeit meldet das Betriebssystem, dass die Festplatte voll ist.
- Lösung: Der Fehler tritt im Moment nur auf, wenn über die USB-Schnittstelle der Gamepad iShock von Macally angeschlossen ist. Dessen Treibersoftware funktioniert nicht mit Mac-OS X, Version 10.3.8 und verursacht permanent Fehlermeldungen in der Datei /var/log/system.log. Diese Datei wächst dabei extrem schnell an und belegt nach kurzer Zeit den kompletten Platz auf der Festplatte. Um die aufgeblähten Dateien wieder loszuwerden, greift man entweder zum Dienstprogramm Terminal oder lädt sich aus dem Internet das Hilfsprogramm Onyx (http://www.titanium.free.fr/english.html). Im Terminal tippt man (als Administrator) folgende Befehle (an jedem Zeilenende die Eingabetaste drücken) ein:

cd /var/log
sudo mv system.log neueDateisudo rm -f neueDatei

(mit der ersten Zeile wechselt man in den Ordner mit der übervollen Datei; die zweite Zeile gibt der Logbuchdatei einen neuen Namen und die dritte Zeile löscht die Datei mit dem neuen Namen). Sollte weitere Dateien existieren, deren Name mit "system.log" beginnt und mit einem Punkt und einer Zahl endet, sollte man auch diese älteren Ausgaben des System-Logbuchs mit den oben genannten Befehlen löschen.

Mit dem Programm Onyx kann man diese Datei "system.log" über ein eigenes Menü löschen: Man startet das Programm, wählt den Bereich "Aufräumen" und deaktiviert dort alle Optionen außer rechts oben den Punkt "Systemprotokoll" (siehe Screenshot rechts). Mit einem Klick auf den Knopf "Löschen" entfernt Onyx die übervollen Logbuch-Dateien.

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