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Mac-OS X gegen Windows XP, Teil IV

14.08.2002 | 11:20 Uhr |

Zum Abschluss unserer Serie gehen auf die Problematik des Datentausches ein und bewerten die beiden Systeme abschließend im Vergleich.

Daten tauschen und konvertieren
Mittlerweile lassen sich alle Office-Dokumente, Textdateien, zahlreiche Bild- und Videoformate zwischen Mac- und Windows-Plattform austauschen (siehe Macwelt 6/2002, S. 110). Wer möchte, kann sogar auf die Suite aus Redmond vollkommen verzichten. Selbst proprietäre Formate wie Doc-Dateien oder Cwk-Dokumente lassen sich durch integrierte Konverter wie etwa Mac Link Plus öffnen. Umgekehrt übersetzen PC-Konverter auch Apple-Works-Dokumente. Der durchschnittliche Anwender ist weit unabhängiger vom Betriebssystem und seiner Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation als es Vorurteile Glauben machen. Die Schwierigkeiten wachsen, je spezieller und professioneller eine Anwendung ist - dann jedoch in beide Richtungen, so dass man schwer sagen kann, welches Betriebssystem hier punktet. Mac-OS X setzt von Haus aus auf plattformunabhängige Formate: RTF bei Texten, TIFF bei Bildern und AIFF bei Audio-Daten. Windows XP ist stärker auf eigene Formate fixiert. Hier dominieren Word-Dokumente oder Movie-Player-Dateien.

Einen Bonus erhält Apple für seine zahlreichen kostenlosen Dreingaben. Vor allem iMovie und iDVD 2 stechen Microsofts Moviemaker aus. Media Player lässt sich als Zwitter zwischen iTunes 2 und Quicktime Player verstehen, erreicht den Leistungsumfang der beiden Applikationen aber nicht. So punktet der Mac beim MP3-Rippen, der intuitiveren Archivierung von Musikstücken oder dem Abgleich mit MP3-Spielern wie etwa iPod. Zieht man noch iPhoto, DVD Player und Sherlock 2 hinzu, geht ein weiterer Punkt für nützliche und einfach zu bedienende Programme an Mac-OS X. iChat, iCal, Quicktime 6 und diverse Audio-Funktionen in Jaguar noch nicht mit eingerechnet. Windows XP überlässt dagegen ein relativ weites Feld Drittanbietern, von denen zahlreiche zum Teil auch kostenlose Lösungen stammen. Windows kommt mit Messenger, Internet Explorer, Outlook Express, mit MSN Explorer, Brennsoftware und anderen nützlichen Werkzeugen. Die Anwendungen sind ebenfalls gut ins System integriert und können deren Services nutzen, nur kassiert Microsoft seine Anwender zum Teil weiter ab. Zum Beispiel lässt sich der Media Player nur gegen einen Aufpreis mit MP3 Support erweitern, um MP3s zu encodieren und MP3-CDs zu brennen.

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