Mac-OS X hat Geburtstag
Am 24. März 2001 kam nach einer gut halbjährigen Public-Beta-Phase Mac-OS X 10.0 in den Handel. Wir erinnern uns an einen langwierigen Umstieg und mittlerweile sechs große Updates.
Mac-OS X blickt auf deutlich ältere Wurzeln zurück. Im Jahr 1969 entstand die spätere Basis des Mac-Betriebssystem als Unix quasi als Fingerübung des Programmierers Ken Thompson von den Bell Laboratories. In den späten Achtzigern und frühen Neunzigern setzte Next Computer, die von Steve Jobs nach dessen Ausscheiden bei Apple 1986 gegründete Firma auf eine freie Unix-Variante als Kern für sein Betriebssystem NeXT Step. Apple, das nach einem multitaskingfähigen und mit Speicherschutz ausgestattetem Mehrbenutzersystem als Nachfolger seines über die Jahre wild gewachsenen und veralteten Mac-Systems suchte, holte 1997 den "verlorenen Sohn" Steve Jobs samt seiner Firma Next und dem Betriebssystem wieder nach Hause. Dort entwickelte vorwiegend der ebenfalls von Next gekommene Software-Ingenieur Avie Tevanian das, was wir heute als Mac-OS X kennen. Wir wünschen Mac-OS X alles Gute zum Geburtstag und freuen uns auf viele weitere Versionen!
Die Geschichte von Mac-OS X
Es geht los: Nach der im September 2000 begonnenen Phase der Public Beta erlebt Mac-OS X 10.1 am 24. März 2001 seinen Verkaufsstart. Das klassische Mac-OS 9.2.2 existiert noch eine Weile nebenher, wird aber nicht mehr unterstützt. In Mac-OS X 10.5 Leopard streicht Apple die Classic-Umgebung, auf den heutigen Intel-Macs lässt sich das alte System ohnehin nicht mehr installieren.
Sicher eine große Sache: Galt der Mac schon mit dem klassischen System als ausgesprochen sicher, hat sich mit Mac-OS X wenig geändert. Mit steigendem Marktanteil nehmen jedoch die Sorgen zu, dass Hacker den Mac verstärkt ins Visier nehmen.
Aus Rhapsody war schon 1999 mac-OS X Server geworden. Die typische Aqua-Oberfläche erhält das System erst mit Version 10.0
Mac-OS X 10.1 versprach insbesondere bessere Integration von Java.
Das erste Update für Mac-OS X erfolgte bereits im September 2001. Der Codename lautete Puma, dieser wurde jedoch nie offiziell. Das Update war prinzipiell kostenlos, Apple musste aus gesetzlichen Gründen jedoch eine Schutzgebühr von 29 US-Dollar berechnen.
Gib mir Tiernamen: Erst mit Mac-OS X 10.2 werden die Codenamen offiziell. Das am 17. Juli 2002 vorgestellte Mac-OS X 10.2 heißt "Jaguar" und kostet erstmals richtig Geld: 129 Euro.
Der Panther kommt am 24. Oktober 2003 aus seinem Käfig.
Im Oktober 2003 kommt mit Mac-OS X 10.3 Panther die nächste Version auf den Markt. Auffällig sind Verbesserungen der Benutzeroberfläche wie Exposé oder die Rückkehr der Etiketten.
Kleine Spitze gegen Redmond auf der WWDC 2004: Microsoft könne gerne weiter das Betriebssystem des Mac kopieren wollen, es wird ihnen jedoch nie vollständig gelingen. Während der Panther durch die Gegend streift und Apple den Tiger anpackt, grast "Longhorn" weiter vor sich hin, suggeriert Apples PR. In der Tat erweist sich Vista dann auch eher als Flop.
Die Mini-Programme für den Desktop heißen seit Mac-OS X 10.4 Tiger Widgets, Microsoft nennt das Vista-Pendant Gadgets.
Nicht zuletzt dem Fehlschlag mit Vista hat Apple einen steigenden Marktanteil zu verdanken. Auch wenn Experten Windows 7 für deutlich ausgereifter halten und Microsoft damit scheinbar dem Mac-OS X 10.6 eine Versionsnummer voraus ist, legt Apple weiter zu. Die Vista-Enttäuschung scheint nachhaltig zu sein.
Mit dem im Oktober 2007 veröffentlichten Mac-OS X 10.5 Leopard hat Apple sich nicht nur mehr Zeit als zuvor gelassen, sondern auch eine Vielzahl bedeutender Neuerungen eingeführt.
Die wichtigste dabei dürfte das in das System integrierte Backup Time Machine sein.
Mac-OS X 10.5 Leopard bringt Stapel in das Dock.
Das bislang letzte Update von Mac-OS X hört auf den Namen Snow Leopard und trägt die Versionsnummer 10.6.
Mac-OS X 10.6 mit mehr Optionen für Spaces.
Wie der Name schon sagt, geschahen die meisten Änderungen unter der Haube, die äußere Ähnlichkeit zu Leopard ist deutlich größer als die von Leopard zu Tiger.
In Snow Leopard hat das Dock neue Funktionen erhalten.
Quicktime X löst in Mac-OS X 10.6 Quicktime und Quicktime Pro ab. Wofür der Anwender bisher rund 30 Euro zahlen musste, ist jetzt in die Multimediasoftware ab Werk integriert, etwa das Schneiden von Filmen.
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