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Mac-OS X und Windows Vista im gemischten Netzwerk

19.06.2007 | 13:14 Uhr |

Windows Vista (und die Vorgängerversion XP) verstehen sich mit Mac-OS X. Einige Details sollte man aber in einem Rechnernetz mit unterschiedlichen Betriebssystemen schon beachten – vor allem beim Thema Zugriffsschutz und Datensicherheit: In Netzen mit Windows-Rechnern und Macs ist das Betriebssystem Windows Vista eine Neuerung, die sich recht einfach integrieren lässt – vorausgesetzt man ändert eine Einstellung in den „Lokalen Sicherheitsrichtlinien“ von Windows, da sonst der Verbindungsaufbau von Vista zu anderen Betriebssystemen scheitert.

Microsofts Betriebssysteme verstehen nur eine Sprache im Netz: die eigene. Bei dem Marktanteil des Betriebssystems schert sich Microsoft nicht um andere, zum Teil bessere, Netzbetriebssysteme. Ganz anders verhalten sich PCs mit Linux und Rechner mit Mac-OS X: Neben dem eigenen Netzprotokoll (bei Mac-OS X „Appletalk“) sprechen sie zusätzlich die Sprache der Microsoft-Rechner. Wer umgekehrt von Windows auf Mac-OS X oder Linux zugreifen will, findet dort die Open-Source-Software „Samba“ (auf dem Mac versteckt hinter dem Namen „Windows File Sharing), die den Zugriff ermöglicht. Mit TCP/IP hat sich ein gemeinsames Protokoll für alle Betriebssysteme durchgesetzt. Theoretisch steht dem Austausch von Dokumenten zwischen den Systemen also nichts im Wege.

Gemeinsame Basis TCP/IP

IP-Nummer: Im ersten Schritt ist auf allen Rechnern eine eindeutige IP-Nummer aus dem privaten Klasse-C-Netz zu vergeben (hier 192.168.1.x).
Vergrößern IP-Nummer: Im ersten Schritt ist auf allen Rechnern eine eindeutige IP-Nummer aus dem privaten Klasse-C-Netz zu vergeben (hier 192.168.1.x).

Schwerpunkt in dieser Folge sind Fileserver-Dienste zwischen Mac-OS X, Windows XP und Windows Vista. Letzteres kommt aber – ob einer gründlich überarbeiteten und verbesserten Architektur – mit ein paar Stolperstellen für alle, die bereits erfolgreich Mac-OS X und Windows XP miteinander verbunden haben. Unsere Anleitung für Windows XP und Vista funktioniert auch unter Apples Software „Bootcamp“, die Tastenkombinationen stehen in der Marginalie Seite 93.

Um einen reibungslosen Datentausch zu gewährleisten, empfehlen wir, ein paar Dinge vor der eigentlichen Freigabe der Ordner zu bedenken und die Rechner entsprechend einzurichten. Ob in der Firma oder zu Hause, alle beteiligten PCs sollten in einem privaten Klasse-C-Netz arbeiten (Klasse C heißt: Die Nummer in der vierten Zifferngruppe ist frei wählbar, die drei vorher stehenden Gruppen sind auf allen Rechnern gleich). In den meisten Fällen wählt der Netzverwalter eines aus, zum Beispiel 192.168.1.x (x darf von 1 bis 253 laufen, 254 ist fast immer für den Router, das zentrale Verteilungsgerät, reserviert). Private Klasse-C-Netze dürfen für öffentliche Computer im Internet nicht genutzt werden, sie sind extra für die Verwendung innerhalb eines lokalen Netzes reserviert. Die IP-Nummern sind auch von „außen“ nicht sichtbar, Besucher aus dem Internet bekommen nur die öffentliche IP-Nummer des DSL-Routers zu sehen, er verwaltet die internen, privaten Adressen und vermittelt zwischen Internet und nicht-öffentlichem Teil des Netzes.

Unter Mac-OS X findet man die Verwaltung der IP-Adresse in „Systemeinstellungen > Netzwerk“ unter dem gewählten Anschluss (Ethernet-Kabel oder Airport).

TIPP Wir empfehlen auf die Nutzung eines DHCP-Servers zu verzichten und die Adressen manuell zu vergeben. Damit behält man stets Übersicht über alle vergebenen Nummern und verhindert technische Probleme, die DHCP-Server mit sich bringen. DHCP-Server machen nur für Institutionen Sinn, bei denen viele wechselnde Benutzer Zugriff auf das Netz haben müssen.

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