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Sonnet und Archiware: So geht Höllenmaschine auf Mac Pro

06.04.2016 | 16:01 Uhr |

So geht Höllenmaschine für Mac-Anwender: Eine Kombination aus Sonnet-Hardware und Archiware-Software für den Mac Pro richtet sich an High-End-Nutzer.

Apples Mac Pro ist elegant, hat aber einige Einschränkungen. So fehlen Steckplätze für PCI-Karten und die kleine SSD macht das Auslagern von Daten notwendig. Die ungewöhnliche Form erschwert außerdem die Einbindung in Serverräume oder Studios. Vor allem für Video- und Audio-Profis ist deshalb ein Modell-Arbeitsplatz interessant, den jetzt Sonnet und Archiware vorschlagen.

Archiware bietet eine funktionsreiche Archivsoftware.
Vergrößern Archiware bietet eine funktionsreiche Archivsoftware.
© Archiware

Archiware stellt dabei die Archivierungssoftware P5 Archive, die Projekte auf Festplatte oder gar LTO-Tape archiviert. Die deutsche Software soll den kargen SSD-Speicher des Mac Pro entlasten und eignet sich laut Hersteller auch als „Barebone Asset Management“: Sie bietet Suchfunktion, Kataloge, nutzt Metadaten und erstellt Vorschaudateien bzw. Vorschauvideos. Die Bibliotheken von Final Cut Pro X werden unterstützt, externe Mediendateien beispielsweise automatisch mit archiviert. Mit der neuen App P5 Archive App soll eine besonders einfache Archivierung von Daten möglich sein.

Vom kalifornischen Hersteller Sonnet stammt die Hardware: Ein Servergehäuse und ein Thunderbolt-2-Dock. Der xMac Pro-Server ist für die Integration eines Mac Pro im Serverschrank gedacht und ist ein 4-HE-Rackmount-Gehäuse. Bis zu zwei der runden Apple-Rechner (als RackMac-Pro) können in eins der modularen Gehäuse eingebaut werden.

Servergehäuse von Sonnet
Vergrößern Servergehäuse von Sonnet
© Sonnet

Beschränkt man sich auf einen Mac Pro, bietet das Gehäuse zusätzlich Raum für drei Slots für PCIe-Karten in voller Größe sowie zwei 5,25-Zoll-Gehäuse. Für Backups wären hier etwa LTO-5-Bandlaufwerke denkbar. Sonnet hat auf seiner Homepage ein Liste kompatibler PCIe-Karten veröffentlicht, unterstützt werden etwa die RED ROCKET und eine Vielzahl an Audio-, Video und Storage-Lösungen. Der xMac Pro-Server ist im Fachhandel ab 1700 Euro verfügbar, das Dock ab 700 Euro.

Für die Kommunikation mit dem Arbeitsplatz sorgt eine zweite Lösung, das neue Echo 15+- Thunderbolt 2-Dock. Dieses „Dock“ ermöglicht per Thunderbolt den Anschluss von bis zu 16 Peripheriegeräten wie Display, Drucker, Kopfhörer, und Tastatur und bietet vier USB 3.0, zwei eSata, Firewire 800, Gigabit-Ethernet, Audio in/out, sowie zwei Thunderbolt 2-Anschlüsse. Außerdem kann in das Gerät ein optisches Laufwerk wie ein Bluray-Brenner und eine zusätzliche Festplatte oder SSD eingebaut werden. Eine Liste an Bezugsmöglichkeiten ist über die Webseite von Sonnet verfügbar. Ein ähnliches Konzept hatten die beiden Hersteller erstmals auf der IBC 2014 vorgestellt, zum Einsatz kommen die Serverlösungen etwa bei einigen TV-Produktionsfirmen .

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