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Mac-Spiel hält Kopierern den Spiegel vor

29.04.2013 | 16:47 Uhr |

Ein Softwareentwickler hat selbst eine gecrackte Version seines Spiels in Tauschbörsen verteilt - mit einer subtilen Botschaft.

Ein Spieleentwickler hält Raubkopierern den Spiegel vor: Spieler zocken die kopierte Version eines Wirtschaftsspieles (über Spieleentwicklung) und beschweren sich, dass sie in diesem Spiel ausgerechnet wegen der vielen virtuellen Raubkopierer immer wieder pleite gehen.

Der Hintergrund: Patrick Klug von Green Heart Games hat eine eigene Wirtschaftssimulation selbst über Tauschbörsen verbreitet. Nach einem Tag liegt das Verhältnis von Kopien zu verkauften Originalen laut des Entwicklers bei fast 20 zu eins. Doch Klug hat das Spiel nicht ohne Hintergedanken zum freien Download bereit gestellt: die "freie" Version ist modifiziert und soll dem Spielekopierer den Spiegel vorhalten. Denn "Game Dev Tycoon" ist schließlich eine Wirtschaftssimulation über den Alltag einer kleinen Spielefirma.

Diese Meldung verdirbt Kopierern den Spaß und hält Ihnen den Spiegel vor.
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© Greenheart Games

Nach einiger Spielzeit meldet die Software dem Spieler plötzlich "Chef, obwohl viele unser Spiel spielen, laden viele davon eine gecrackte Version aus Tauschbörsen herunter. Wenn Spieler Games, die sie mögen, nicht kaufen, werden wir früher oder später pleite gehen." Ab dem Zeitpunkt verliert der Spieler der Tauschbörsenversion immer mehr an Umsatz und kann die Pleite deshalb nicht mehr abwenden.

Dies führt dazu, dass sich verzweifelte Zocker des geklauten Spieles in Foren darüber informieren , ob man seine virtuellen Spiele in der Simulation nicht beispielsweise mit einem Kopierschutz vor den Crackern schützen könne.

Das Original des Spieles ist für 6,50 Euro für OS X und Windows erhältlich. Dazu gibt es eine Demo des Spieles.

Link: Hintergrund der Geschichte

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