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iPhone, Tablet und Online-Werbung: Apple und Google konkurrieren immer stärker

14.01.2010 | 10:35 Uhr |

Der Konkurrenzkampf zwischen Apple und Google könnte sich 2010 deutlich verschärfen. Während Apple einen Werbevermarkter gekauft hat und auf mobile Geräte setzt, stellt Google einen eigenen iPhone-Konkurrenten vor.

Tablet-Mac
Vergrößern Tablet-Mac
© Apple et al

Wenn Technik-Gurus einen Ausblick auf die Trends des Jahres 2010 wagen, ist ein Thema stets heiß gehandelt: das mobile Netz. Surfen per Multimedia-Handy oder Netbook ist angesagt wie nie. Google und Apple heizen nun den Kampf um die kauffreudigen Kunden weiter an. Der Suchmaschinen-Primus will gegen die iPhone-Macher punkten und stellt mit dem " Nexus One " sein erstes eigenes Handy vor. Apple legt nach und stellt laut US-Medien den lang erwarteten Tablet-Computer Ende Januar vor, um ihn Ende März auf den Markt zu bringen. Die Rivalität zwischen den Konzernen, die lange befreundet waren, wird damit immer deutlicher.

Apple ist die unangefochtene Nummer 1 im Taschen-Internet. Der Computerhersteller hat mit dem iPhone und dem Multimedia-Player iPod Touch gezeigt, wie das Surfen auch unterwegs und auf einem kleinen Bildschirm Spaß macht. Perfekt designte Hardware, perfekt abgestimmte Software - das ist der Apple-Weg. Das Apple Tablet wäre der Versuch, einen weiteren Meilenstein zu setzen.

Trotz Apples üblicher Geheimniskrämerei wollen amerikanische Blogs und Medien Details in Erfahrung gebracht haben. Kernstück des Apple Tablet ist demnach ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Mit einer Diagonale von zehn bis elf Zoll (rund 25 bis 28 Zentimeter) ist er größer als der des E-Book-Lesegerätes Kindle . Da der Tablett-förmige Computer - wie in dieser Geräteklasse üblich - keine Tastatur hat, ist er aber handlicher als die meisten Notebooks. Das Gerät koste zwischen 700 und 1.000 Dollar, berichtete das Wall Street Journal.

Beobachter vermuten, dass Apple sein noch namenloses Tablet mit einem Direktzugang zu seinen beiden Online-Läden ausstattet. Im App Store könnten die Käufer dann kleine Zusatzprogramme herunterladen, die das Tablett zum Allzweckwerkzeug machen. Und mit dem iTunes Store wird das Gerät multimedial.

Denn in den virtuellen Geschäft gibt es mehr als Musik und Videos. Immer mehr Medienhäuser nutzen die Plattform als Kiosk und verkaufen darüber Zeitungen oder Magazine in digitaler Form. "Solche Inhalte würden von einem größeren Bildschirm profitieren", sagt Carolina Milanesi, Marktforscherin bei Gartner. Das Gerät wäre Notebook, iPod und E-Reader in einem - eine attraktive Mischung für Technik-Fans.

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