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MacWeek wird Emedia

15.05.1998 | 00:00 Uhr |

MacWeek, eine der ältesten Macintosh-Zeitschriften auf dem Markt und die einzige Wochenzeitschrift, will sich neuen Märkten öffnen. Ab August soll das Magazin unter dem Namen Emedia auf den Markt kommen. Treu bleiben will man den thematischen Inhalten, sich jedoch künftig anderen Plattformen wie Windows und Unix öffnen.

Herausgeber Rick LePage begründete seine Entscheidung, die für Apple einen herben Verlust bedeutet, mit der Tatsache, daß der Mac nicht mehr das Instrument der Wahl bei Gestaltern, Grafikern und Designern sei. "Apple geht in eine Richtung und meine Leser gehen in eine andere, dabei bleibe ich meinen Lesern treu." sagte er wörtlich.

LePage unterstreicht seine Entscheidung mit Zahlen, nach denen 80 Prozent der MacWeek-Leser schon heute mit Intel-basierten Rechnern arbeiten und dem Trend bei großen Software-Firmen wie Adobe und Quark, sich künftig mehr auf die Windows-Plattform zu konzentrieren.

Passend dazu präsentierte er die Ergebnisse einer Umfrage des US-Marktforschers Gistics, nach denen der Anteil der Macs in der kreativen Branche auf 50 Prozent gefallen, der der Windows-Rechner auf 38 Prozent gewachsen ist. Große Hoffnung setzt er außerdem auf Windows NT in der Version 5.0, das nächstes Jahr auf den Markt kommen soll und nach Ansicht LaPages Microsoft zu einem "Main Player" im grafischen Gewerbe machen wird.

Emdia will den Abonenntenstamm der MacWeek von 85 000 Lesern behalten, sieht aber Verluste im Erziehungsbereich , die jedoch von neuen Lesern aus den anderen Rechnerwelten ausgeglichen werden sollen.

MacWeek war vor 11 Jahren von Ziff-Davies gegründet worden und letztes Jahr in das gemeinsame Joint Venture von IDG und Ziff-Davies übergegangen. mbi

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