Von Peter Müller - 15.01.2008, 22:48

Macbook Air, Apple TV 2.0, Time Capsule und iTunes-Filmverleih

Die Neuheiten der Macworld Expo waren im großen und ganzen die erwarteten: Apple aktualisiert seine Settopbox Apple-TV, führt den iTunes Filmverleih ein bringt das nach eigenen Angaben „dünnste Notebook der Welt“. Ein wesentliches Leopard-Feature macht Apple mit neuer Hardware noch attraktiver.

Die legendäre Floskel „There is one more thing“ ist Steve Jobs schon länger nicht mehr über die Lippen gekommen, Überraschungen gelingen dem Apple-CEO auf Macworld-Expo-Keynotes auch nur noch mehr im Detail. Die Prognosen der Experten trafen ein: Apple bringt ein Subnotebook mit Flash-Speicher heraus, der seit Anfang dieser Woche spekulierte Name Macbook Air ist ebenso richtig geraten. Was aber neu sein dürfte: Das „dünnste Notebook der Welt“ mit Stärken zwischen vier Millimetern und zwei Zentimetern ist in der Grundausstattung für 1.799 US-Dollar (1.699 Euro) mit einer 80 GB fassenden 1,8-Zoll-Festplatte zu haben. Der Flash-Speicher oder Solid State Drive (SSD) mit 64 GB Kapazität ist nur optional zu haben. Zusätzlich müsste sich ein Anwender auch ein externes DVD-Laufwerk für 100 US-Dollar leisten, denn das neue Macbook Air setzt völlig auf die drahtlose Schnittstellen Bluetooth DER+ 2.1 und IEEE 802.11n. Wer sich seine Updates auf Mac-OS 10.5.x und in zwei oder drei Jahren auf Mac-OS X 10.6 aber nicht aus dem Internet saugen will, kann die optischen Laufwerke anderer Rechner im drahtlosen Netz nutzen: „Remote Disk“ nennt Apple die Technik. Es liegt buchstäblich etwas in der Luft, wenn das Macbook Air mit der Außenwelt kommuniziert, Kabel und optische Medien sieht Apple als gestrige Technologien an. Hingegen soll das Macbook Air besonders umweltfreundlich sein, Apple verzichtet auf bromhaltige Flammenhemmer, setzt LEDs zur Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms ein und spart auch Material bei der Verpackung. Das Macbook Air kommt dennoch nicht in dem Briefumschlag, in den es passen würde, zur Auslieferung.
Den Einstieg in die Keynote gestaltete Jobs jedoch mit Neuigkeiten zu Mac-OS X 10.5 Leopard. Seit dessen Verkaufsstart Ende Oktober 2007 konnte Apple schon fünf Millionen Kopien davon verkaufen, ein Fünftel aller Macs weltweit laufe schon mit dem neuen System. Für eine der wichtigsten Neuerungen des Leoparden stellte Apple die passende Hardware vor: Time Capsule sieht so ähnlich aus wie eine Airport-Basisstation und dient Notebooks oder Desktops als drahtlose Backupmöglichkeit via Time Machine. Via WiFi-Verbindung gemäß des Standards IEEE802.11n empfängt die Station Daten über Time Machine und legt diese auf ihrer Festplatte ab. Time Capsule ist in zwei Ausführungen erhältlich, mit 500 GB oder 1 TB Kapazität für 300 respektive 500 Euro. Mehr zum Macbook Air und Time Capsule lesen Sie hier...

Neue Firmware für das iPhone

Apple nähert sich nach Angaben von Steve Jobs seinem Ziel, zehn Millionen iPhones pro Jahr zu verkaufen. In den ersten 200 Tagen nach dem US-Verkaufsstart sind schon über vier Millionen Apple-Handys über den Ladentisch gegangen. Genauere Zahlen nennt Apple nicht, es ist jedoch davon auszugehen, dass der Löwenanteil auf den US-Markt entfällt. Hier habe Apple schon mit einem Anteil von 19,5 Prozent den zweiten Platz im Smartphone-Segment erklommen, der Blackberry-Hersteller RIM führt die Liste mit 39 Prozent an, Palm hält mit 9 Prozent aber nur noch Platz drei. Ende Februar soll das vergangenen Herbst versprochene iPhone-SDK endlich verfügbar sein. Schon ab heute erhält das iPhone die neue Firmware der Version 1.1.3. Neu dabei sind Applikationen wie eine Lokalisierung anhand von Google-Maps: Nicht so präzise wie GPS aber für das Grobe sollte das reichen. Den Home-Screen des iPhone kann der Anwender nun gemäß seiner Wünsche gestalten, die erwartete Flut von iPhone-Applikationen kann schnell zu Unübersichtlichkeiten führen. Auch der iPod Touch soll von den Ergebnissen des SDK profitieren, von Apple erhält er in zwei Wochen fünf neue Anwendungen wie Karten, Wetter, Mail oder Aktienkurse. Das Update ist jedoch kostenpflichtig, iPod-Touch-Besitzer müssen dafür 20 US-Dollar auf den Tisch legen. Mehr zu iPod Touch und iPhone lesen Sie hier...
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