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Macbook Air: Die Zukunft steckt schon drin

21.01.2008 | 10:20 Uhr |

Apple ist in Sachen Technologieführerschaft ein weiteres Mal ein großer Wurf gelungen. Mag das Macbook Air nun das dünnste oder flachste Notebook aller Zeiten oder nicht sein, der Core 2 Duo-Prozessor, der auf dem Bleistift-langen Mainboard seine Arbeit verrichtet, ist ein Vorbote von Intels erst im nächsten Quartal erwarteten Montevina-Plattform. Beifall gibt es auch von Seite der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die seit 2006 mit Apple hart ins Gericht gegangen ist. Gefertigt wird die "Thinnovation" bei Quanta.

Noch sei der "grüne Apfel" nicht reif, aber die Aktivisten der Umweltschutzorganisation könnten ihn fast schon schmecken. Das neue MacBook Air, ein Arsen- und Quecksilber-freier Computer markiere "für Steve einen großen Schritt" und sei auch das Verdienst von engagierten Apple-Fans, die ihre Computer ökologischer wissen wollen. Das neue Modell komme ohne das Flammschutzmittel BFR sowie PVC auf der Platine aus, Apple schließe damit auf zu Sony. Seit Sommer 2006 fordert Greenpeace Apple zum Nachbessern in seiner Umweltpolitik auf, im Vergleich zu den Mitbewerbern holt Cupertino im Ranking auf und der Apple-Chef selbst hat im vergangenen Mai in einem offenen Brief Stellung bezogen.

Vorbote der Montevina-Plattform

Die Hardware-Analysten der News-Seite AnandTech sehen in dem um 60 Prozent geschrumpften Core 2 Duo einen Vorboten der Montevina-Plattform, der Formfaktor wäre eigentlich der kommenden Prozessor-Famile vorbehalten gewesen. Chip-Hersteller Intel erklärt, dass es sich um einen Core 2 Duo-Prozessor mit 965GMS-Chipsatz und integrierter Grafik handelt. Der Prozessor ist in 65-Nanometer-Bauweise offenbar speziell für Apple gefertigt: Er ist mit einer Betriebsspannung von 1,0 bis 1,25 Volt kein Ultra-Low-Voltage-Chip (0,8 - 0,975 Volt) und verpasst auch knapp den Low-Voltage-Bereich (0,9 - 1,20 Volt), sein typischer Kühlwert wird mit 20 Watt TDP [ Wikipedia-Link: TDP angegeben. Der Core 2 Duo im MacBook Pro hat eine typische Verlustleistung von 35 Watt, die am Markt verfügbaren Low- und Ultra-Low-Voltage-Chips liegen hier bei 17 bzw. 10 Watt. AnandTech vermutet, dass dank Apples Sonderlösung das MacBook Air mehr Abwärme produzieren könnte als Notebooks, in denen die speziellen Niedrigvolt-Prozessoren stecken. 20 Watt sei ein hoher Wert für so ein kompaktes Gehäuse, das MacBook Pro mit 35 Watt TDP werde häufig sehr heiß im Betrieb. Die Experten raten daher - basierend auf ihren Erfahrungen - der Konfiguration mit dem Solid State Drive den Vorzug vor der günstigeren Variante mit Festplatte zu geben, um thermischen Problemen besser Herr zu werden.

Apple produziert Macbook Air bei Quanta

Über besondere Aufmerksamkeit der Börsianer freut sich der Fabrikant Quanta Computer, auf dessen Fertigungsstraßen Apple das MacBook Air bauen lassen wird. Um 20 Prozent hat der Aktienkurs für den taiwanesischen Produzenten zugelegt, der im Allgemeinen von der hohen Nachfrage nach Notebooks profitiert. Neben Apple lassen auch Hewlett-Packard und Dell zahlreiche Modelle bei Quanta fertigen, so Apple Insider .

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