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Apple stellt zwei neue Macbook Air Modelle vor

20.10.2010 | 21:33 Uhr |

Auch diesmal hatte die Gerüchteküche Recht. Apple hat neue Macbook Air Modelle vorgestellt. Zum dem 13-Zoll-Modell gesellt sich ein kleines Macbook Air mit 11-Zoll-Bilddiagonale

Macbook Air
Vergrößern Macbook Air

Mit dem Macbook Air mit 11-Zoll-Bildschirm stößt Apple nun doch in das Netbook-Segment vor. Allerdings zu ungleich höheren Preisen aber auch höherer Leistung im Vergleich zur PC-Verwandtschaft.

Genau wie beim 13-Zoll-Macbook-Pro , muss das neue Macbook Air dennoch mit dem inzwischen recht betagten Intel-Core-2-Duo-Prozessor auskommen. Viele hätten sich einen Core i3 gewünscht, aber hier gibt es offensichtlich technische Hindernisse, vor allem der langsame integrierte Grafikchip im Core i3, die den Einsatz im Macbook Air verhindern.

Das neue Macbook Air ist dünner und leichter geworden.
Vergrößern Das neue Macbook Air ist dünner und leichter geworden.

Zudem hat Apple die Taktfrequenz der neuen Modelle reduziert. Gab es das vorherige Top-Modell ab Werk noch mit 2,13 Gigahertz Takt, bekommt man nun 1,86 Gigahertz. 2,13 Gigahertz gibt es nur optional gegen 90 Euro Aufpreis. Das 11-Zoll-Modell muss ab Werk mit 1,4 Gigahertz auskommen. Ebenfalls gegen 90 Euro Aufpreis bekommt man hier immerhin 1,6 Gigahertz.

Unterschiede gibt es noch beim CPU-Cache. Während das 13-Zoll-Modell - wie zuvor - auf sechs Megabyte Cache zurückgreift, sind es beim 11-Zoll-Macbook Air nur drei Megabyte.

Ebenso wie beim 13-Zoll Macbook Pro kommt als Grafiksubsystem nun die Nvidia-Chipsatz-Grafik Geforce 320M zum Einsatz. Wie unsere Tests beim Macbook zeigen, ist dieser Chip deutlich schneller als der Vorgänger Geforce 9400.

Nur 2 GB RAM ab Werk

Wie beim alten Macbook Air muss man auch weiterhin mit nur zwei Gigabyte RAM auskommen. Allerdings kann man das Gerät nun aufrüsten. Für 90 Euro bekommt man vier Gigabyte. Wer Speicher intensive Anwendungen auf dem Macbook Air betreiben will, sollte diese Summe auf jeden Fall investieren.

Flash-Speicher als Steckplätze

© Engadget

Eine echte Neuerung ist der Verzicht auf eine Festplatte im herkömmlichen Sinn. Schon im Vorgänger-Modell kam eine 1,8-Zoll-SSD-Platte zum Einsatz, die per SATA angebunden war, doch nun spart Apple diesen Platz auch noch ein und verbaut statt SSD-Platte nur noch einen Flash-Speicherriegel. Das könnte der Massenspeicher der Zukunft werden, Apple geht hier vollkommen neue Wege. Ob, und in wie weit sich der Flashspeicher-Riegel austauschen und aufrüsten lässt, ist noch unklar.

Mehr Ausstattung und doch weniger

Die Displayauflösung hat Apple verbessert. Das 13-Zoll-Modell des Macbook Air stellt nun so viele Pixel dar, wie das 15-Zoll Macbook Pro (1440 mal 900). Bei der 11-Zoll-Version sind es 1366 mal 786). Anders als bei den Macbook-Pro-Modellen verzichtet Apple beim Macbook Air weiterhin auf eine Glasfläche vor dem Display. Dennoch spiegelt es, denn die Oberfläche ist hochglanzpoliert.

Neu im Macbook Air ist das große Multitouch-Tackpad, wie man es schon von dem anderen mobilen Macs her kennt. WiFi und Bluetooth sind ebenso nach wie vor an Bord. An den weiteren Anschlüssen hat Apple nicht viel geändert. Statt nur eines USB-Anschlusses gibt es nun deren zwei. Auf Firewire muss man nach wie vor komplett verzichten. Ethernet gibt es nur per USB-Adapter. Einen SD-Kartensteckplatz hat Apple nur im 13-Zoll-Modell eingebaut.

Der Monitorausgang ist nach wie vor als Mini-Display-Port ausgeführt und kann per optionalen Adapter alle Displays (DVI, VGA, Display-Port) bis zu einer Größe von 30 Zoll versorgen.

Verzichten muss man nun bei allen Air-Modellen auf die beleuchtete Tastatur. Dafür soll der Akku deutlich länger durchhalten. Apple verspricht bis zu sieben Stunden Laufzeit und 30 Tage Standby.

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