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Macbook-Displays: Spieglein, Spieglein in der Hand, wer scheint am schönsten im Notebook-Land?

17.05.2006 | 16:40 Uhr |

Die Wenigsten unter uns dürften ein neues Macbook schon gesehen haben, trotzdem kochen bereits Vorurteile gegen die "glossy", die glänzenden Displays hoch, die Apple den iBook- und PowerBook-12-Zoll-Nachfolgern spendiert hat.

John Siracusa von Ars Technica hat auch noch keins, trotzdem glaubt er den Bildern von Flickr-User pealco , der im Apple-Store Pentagon City das erste Macbook gekauft hat. In seinem Blog benutzt Siracusa deutliche Worte, bezeichnet Käufer, die hochglänzende Displays bevorzugen, als "Idioten" und Steve Jobs als "geisteskrank".

Die veröffentlichten Bilder zeigen, dass ein hochglänzendes Display auch eines ist, dass Licht reflektiert. Bei ausgeschaltetem Macbook könne man es sogar als Spiegel benutzen – ein Feature, dass narzistisch veranlagten Anwenderinnen und Anwendern wohl entgegenkommt. Professionelle Anwender bevorzugen matte Displays, weil dies ein ermüdungsärmeres Arbeiten mit deutlich geringeren Reflexionen ermöglicht. Trotzdem bietet Apple auch für die "großen" Macbook Pro-Modelle die Build-to-order-Option "glossy display" an.

Apple beugt sich offenbar dem Kundenwunsch nach hochglänzenden Panels: Sie bieten, bestätigt Todd Benjamin, Leiter der Mobil-Reihe bei Apple, gegenüber macnews.de, sattere Farben und einen besseren Kontrast, gerade beim Betrachten von DVDs oder anderem Unterhaltungsmaterial fällt dies positiv auf – sofern nicht zu viel Umgebungslicht auf den Bildschirm fällt. Bei herkömmlichen Fernsehgeräten verhält es sich kaum anders, nur werden die überwiegend in den späten, dunkleren Stunden des Tages eingeschaltet. Röhrenmonitore haben vergleichbare Eigenschaften, Profis dunkeln dann den Arbeitsplatz ab und nutzen einen Lichtschirm, um Reflexionen weitgehend zu vermeiden.

Für Phil Schiller, Marketing Direktor bei Apple, hingegen ist die Zeit reif für glänzende Monitore: "Erst jetzt ist die Qualität auf einem Stand, dass wir solche Displays in unseren Produkten verbauen, bislang haben wir wegen der Farbunterschiede davon Abstand genommen", sagte er gegenüber Macworld USA. Die Apple-Spezifikationen sprechen von 79 Prozent mehr Displayhelligkeit gegenüber den iBooks. (olm/ Macnews.de )

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