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Macromedia mit Verlust

21.01.2002 | 00:00 Uhr |

In den vergangenen drei Monaten machte der Softwarehersteller etwas mehr als 42 Millionen Dollar Miese. Die wirtschaftliche Gesamtsituation soll Schuld gewesen sein.

Die Monate Oktober, November und Dezember 2001 waren für Macromedia keine gute Zeit, dennoch gab sich Rob Burgess, der Vorstandsvorsitzende und oberster Chef von Macromedia Ende vergangener Woche optimistisch: "Kurzfristig kann die wirtschaftliche Gesamtsituation unser Geschäftsergebnis beeinflussen, doch wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft." Spätestens im Sommer 2002 wolle man wieder schwarze Zahlen abliefern. Parallel dazu lieferte eine Pressesprecherin des Unternehmens eine Erklärung für die ungewohnte Ruhephase, die das Unternehmen sich seit Sommer 2001 gegönnt hatte: "Wir haben im vergangenen halben Jahr alle unsere Produkte unter die Lupe genommen und intern neu bewertet. Wir wollen sicherstellen, dass die weiteren Entwicklungen im Sinne unserer Kunden sind."
Mit genaueren Auskünften hielten sich beide aber zurück. Unkommentiert blieb damit unter anderem die Nachfrage nach den neuen Versionen von Dreamweaver und Fireworks, die Macromedia schon vor über einem Jahr auf der Macworld Expo in San Franzisko angekündigt hatte. Ähnlich unkonkret sind die Pläne bei Flash und Director, allerdings hatten sowohl Burgess als auch Kevin Lynch, einer der Produktverantwortlichen bei Macromedia, klar gemacht, dass das Unternehmen noch stärker als bisher auf Flash und Coldfusion setzen werde. Ob eine Version der Internet-Server-Software Coldfusion auch für Mac-OS X angeboten werde, wollten Burgess und Lynch nicht sagen. Einziger Anhaltspunkt dafür war eine nebulöse Ankündigung am Rande der Bilanzpressekonferenz, bei der Burgess erwähnte, dass man noch im Frühjahr 2002 neue Produkte auf den Markt bringen werde. wm

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