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Macs und iPods zu US-Preisen

02.04.2008 | 15:07 Uhr |

Beim MacBook Air ist der Flug nach New York bereits drin - wenn nur der Zoll nicht wäre Waren Sie schon einmal in den USA? Sie könnten schon bald über eine Flugreise nach Nordamerika nachdenken, beim nächsten Kauf eines Macs spätestens. Wer sich gestern Abend im Ersten die Sendung Plusminus angesehen hat, der dürfte bereits ins Grübeln gekommen sein: "Einen iPod 30 Prozent günstiger, eine Levis 501 sogar um 60 Prozent billiger und ein Auto für 23 Prozent weniger" - das alles, so der Fernsehbeitrag, gebe es in New York.

Wer den Plusminus-Reportern über den großen Teich folgen will, der könnte seinen Flug beim Kauf eines neuen Macs fast umsonst bekommen. Ein Blick auf die Seite der Lufthansa zeigt: Flüge nach New York sind als Sonderangebote in der Economy-Klasse durchaus für 400 Euro zu bekommen. Ein Grund, in die Luft zu gehen: Beim Kauf eines Macbook Air spart man in den USA ungefähr 440 Euro, da bleibt noch was über für den Sekt auf dem Rückflug. In einem Elektronikladen in Manhattan hat Plusminus die Preise insbesondere von Apple-Produkten verglichen: Die 80-Gigabyte-Version des iPod Classic kostete umgerechnet 162 Euro, hierzulande geht sie für 229 Euro über die Ladentheken - das sind rund 29 Prozent mehr. Das Macbook Air ist hier um rund 25 Prozent teurer, die deutsche Tastatur könne man im Ausland ohne Aufpreis bestellen. Doch nicht nur bei den Produkten aus dem Hause Apple ist der schwache US-Dollar zu spüren: Beim Kauf einer Spiegelreflexkamera D40 von Nikon spart man in den USA 33 Prozent, man bekommt sie inklusive Objektiv für umgerechnet rund 422 statt 630 Euro.

Markenklamotten sind deutlich billiger, Jeans teilweise über 60 Prozent, und beim Kauf eines neuen VW Passats ließen sich rund 23 Prozent sparen - die Kosten für Verschiffung, Zölle, Steuern und Umrüstung bereits eingerechnet. Bleibt die Frage nach dem Zoll bei Kauf eines Macs oder eines anderen elektronischen Gerätes: Hier hat Plusminus weniger genau recherchiert und verweist stattdessen auf die Internetseiten des Zolls . Nur nicht erwischen lassen, möchte man zwischen den Zeilen lesen: "Bei Einkäufen in den USA lässt sich aufgrund des Dollarkurses einiges sparen. Allerdings sollten Verbraucher immer auch den Zoll im Blick behalten. Wer sich bei der Wiedereinreise nicht an die Zollordnung hält, dem droht eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung." So geht's richtig: Zoll fällt erst ab einem Warenwert von 175 Euro an, da passt ein iPod zum US-Preis noch rein. Bei Notebooks hingegen sind 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer auf den Warenwert fällig, aber kein Zoll. Billiger ist der Kauf in den USA damit noch immer - für einen Flug aber dürfte der Unterschied nicht mehr reichen, für den Sekt im Flugzeug hingegen sicher.

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