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Macwelt Benchmarks

26.08.2003 | 13:54 Uhr |

Über die Jahre hinweg ist unser bekanntes Test-Schema für neue Mac-Modelle stetig gewachsen. Apples Power Mac G5 ist - anders als die vergangenen G4-Updates - allerdings der Sprung in eine neue Ära. Und Macwelt springt mit: Seit Ausgabe 10/2003 löst unser neues Benchmark-Verfahren die bisherigen Ergebnisse komplett ab.

Damit ältere und jetzt sehr günstige Macs aber trotzdem im Vergleich zu G5-Rechnern sichtbar sind, haben wir stellvertretend für jede Mac-Kategorie ein aktuelles Produkt mit den neuen Benchmarks nachgetestet.

Als Referenzsystem für Desktop-Macs haben wir einen G4 Power Mac MDD (Mirrored Drive Doors, verspiegelte Laufwerksklappen) mit zwei mal 1 GHz Taktfrequenz bestimmt. Alle Werte dieses Computers entsprechen auf unserer Skala 100 Prozent und stellen momentan eine Leistungsklasse mit der Schulnote "ausreichend" dar. Schnellere Systeme sollten theoretisch in allen Bereich besser als die 100 Prozent des Referenzrechners sein, so können Leser auf einen Blick das Geschwindigkeitverhältnis zur älteren Mac-Garde erkennen. Auch Personal Computer auf Basis von Microsofts Windows sind mit unseren neuen Benchmarks endlich objektiv mit Macs vergleichbar: Jede Testphase lässt sich mit den gleichen oder gleichwertigen Programmen unter Windows durchführen.

Mitten im Leben

Bei der Entwicklung des neuen Macwelt-Benchmarks haben wir vor allem einen Aspekt nie aus den Augen gelassen: Alle Tests führen wir mit Programmen durch, die auch unsere Leser bei der täglichen Arbeit und Unterhaltung mit ihren Macs benutzen.

1. Multimedia Consumer

Leistung In diesem Bereich finden sich die Privatnutzer wieder: MP3-Kodierung mit iTunes, DVD-Komprimierung mit Toast und schnelle 3D-Action mit Unreal Tournament. Wenn ein Mac in dieser Kategorie gute Ergebnisse erzielt, ist er definitiv für den Einsatz als Alleinunterhalter geeignet. PCs greifen in der Abteilung Musik auf Steinbergs "MyMP3" zurück, das Authoring eines 10-Minuten-Quicktime-Filmes übernimmt Uleads DVD Workshop. Unreal Tournament gibt es natürlich auch für den PC - hier schalten wir manuell auf den OpenGL-Renderer, damit die ermittelten Bilder pro Sekunde (fps, Frames per Second) tatsächlich mit der Leistung eines Mac vergleichbar sind.

2. Multimedia Profi

Leistung Profis haben genaue Anforderungen, was ein Mac in einer digitalen Produktionsumgebung leisten muss, ohne verlustreiche Wartezeiten zu generieren. Wie schnell ist ein Mac beim 3D-Rendering? Maxons Cinebench (Version R10) gibt Antworten auf diese Frage - und da es sich um eine kostenlose Software handelt, sind unsere Ergebnisse für jeden Zweifler unkompliziert selbst nachvollziehbar. Peak von Bias treibt die Testkandidaten an den Rand des hörbar Machbaren: Wieviele VST-Plugins schafft der Rechner, bis die CPU-Auslastung bei 100 Prozent liegt?

3. Desktop Publishing

Leistung DTP-Anwender arbeiten mit Quark Xpress, Indesign und Acrobat. Eine typische Situation: Aus einem großen Dokument ein PDF erzeugen. Wir messen die Zeit, wie lange ein Rechner benötigt, um mit Quark Xpress 7 aus einem sechs Seiten langen Dokument aus dem Macwelt-Archiv ein PDF für die Druckvorstufe zu machen.

4. Bildbearbeitung

Leistung Mit Adobes Photoshop starten wir ein von uns selbst erstelltes Aktionsskript, das ein großes Bild (20 MB) mit Farbverläufen und Text erzeugt. Auf dieses Bild wendet das Skript verschiedene rechenintensive Filter an, die Dauer der einzelnen Vorgänge resultieren in schließlich in einer Einzelnote.

5. Dateimanagement

Leistung Per Finder kopieren wir einen Ordner mit großen Dokumenten, wie Bildern und Quicktime-Filmen. Den Vorgang messen wir manuell mit einer Stoppuhr. Gleiches Spiel im zweiten Durchgang: Statt den großen Dateien muss der Finder hier massenweise kleine Dokumente und leere Ordner von einem Ort zum anderen schaffen. Bei einem PC führen wir den gleichen Test mit dem "Explorer" durch, sozusagen dem Finder-Äquivalent von Microsofts Windows.

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