Von Redaktion Macwelt - 27.12.2012, 00:49

Macwelt-Jahresrückblick

Das war 2012: Februar

©Apple

Apple präsentiert OS X 10.8 Mountain Lion +++ Apple Store München bekommt Betriebsrat - es ist den Mitarbeitern zu laut +++ Apple veröffentlicht Umweltzahlen für 2011 +++ Apple und Google verpflichten sich zu mehr Datenschutz +++ Apple-Aktie über 500 US-Dollar +++ Dem iPhone 4S wird es schnell zu kalt +++ Diplomarbeit: Apple hat OS X auf ARM portiert +++ Milliardenklage um iPad in China +++ Apple streitet in China weiter um Markenrechte für iPad +++ Service macht Macbook-Displays matt +++ Apple macht sich für neue europäische Patentgesetze stark +++ Update für Final Cut Pro X +++ iPhone 4 und iPad 3G wieder im Apple Online Store +++

OS X 10.8 heißt Mountain Lion

Apple erhöht die Schlagzahl: Hatte zwischen Updates des Mac-Betriebssystems in der Vergangeheit bis zu drei Jahre gelegen, soll nun dem Vorbild iOS folgend jedes Jahr eine neue Version von OS X erscheinen. Keine sieben Monate nach der Veröffentlichung von OS X 10.7 Lion präsentiert Apple Mitte Februar die nächste Fassung seines Systems für den Mac. OS X 10.8 Mountain Lion bringt weitere Konzepte von iOS auf den Mac und ist laut Apple die erste Version, die für iCloud konzipiert ist und einfaches Setup und einfache Integration von Apps erreichen will. Apple gehen für sein Betriebssystem anscheinend nicht die Ideen aus, aber in zoologischer Hinsicht die Namen. Denn ein Berglöwe ist nichts anderes als ein Puma - Namensgeber für Mac-OS X 10.1 im Sommer 2001.
Neu in Mountain Lion sind beispielsweise Messages, Notizen, Erinnerungen und das Game Center, mit dabei auch das Notification Center, Twitter- und Facebook-Integration sowie Airplay-Mirroring. Die Sicherheitsfunktion Gatekeeper gibt dem Anwender zudem die volle Kontrolle über die installierte Software geben - und lässt auf Wunsch nur im Mac App Store gekaufte Software zu.
Zehn neue Zentralfunktionen wird OS X 10.8 umfassen. Wer mit iOS 5 vertraut ist, wird vieles, was er jetzt schon täglich nutzt, dann in OS X 10.8 wieder finden. Auf seiner Webseite schreibt Apple deshalb zu Mountain Lion auch "Inspired by the iPad. Re-imagined for Mac".

Verbesserte iCloud-Integration

iCloud ist nun fester Bestandteil von OS X Mountain Lion. Bei der Einrichtung des neuen Systems wird der Dienst durch die Eingabe der Apple-ID und des Passworts aktiviert, wodurch Mail, der Kalender (den Namen "iCal" hat Apple durch "Kalender" ersetzt), das Adressbuch (dieses heißt nun wie unter iOS 5 "Kontakte"), Safari, Facetime und der App Store konfiguriert werden. Verbessert hat Apple das Speichern von Dokumenten. Alle iWork-Applikationen können nun automatisch ihre Dateien in iCloud speichern, und man hat nun auch im Finder Zugriff auf die Dokumente. Änderungen an den in iCloud abgelegten Dokumenten werden zudem automatisch auf allen damit synchronisierten Geräten aktualisiert, egal, ob diese OS X oder iOS verwenden.

Messages

iChat ist passé, Messages (Nachrichten) heißt das neue Programm zum Chatten auf dem Mac. Messages ist aber nicht identisch mit der App Nachrichten (iMessage) von iOS, denn das Mac-Programm kann mehr. Man kann mit ihm nämlich sowohl die alten Chatfunktionen nutzen und so über die Dienste AIM, Jabber, Google Talk und Yahoo mit anderen Anwendern in Kontakt treten, als auch den von iOS bekannten Dienst iMessage verwenden. Und das alles unter einem Dach, den Messages fasst alle Dienste in einem Fenster zusammen. Links im Chatfenster sind alle momentan laufenden Chats aufgelistet, rechts die jeweils zum markierten Chat gehörenden Nachrichten. Um einen Video-Chat zu beginnen, ruft man in Messages entweder Facetime auf oder startet einen Videochat über einen der anderen Dienste wie AIM. Da iMessage sowohl unter iOS als auch unter OS X verfügbar ist, kann man den Chat auf einem Gerät beginnen und später dann auf einem anderen weiterführen. Messages lässt sich auch schon ausprobieren, da Apple eine Betaversion in Netz gestellt hat, die sich jeder auf den Rechner laden kann. Das Programm setzt OS X Lion 10.7.3 voraus und ersetzt automatisch iChat auf dem Rechner.

Mitteilungen

Über die Mitteilungen (Notification Center) wird der Anwender unter iOS unter anderem davon in Kenntnis gesetzt, wenn eine neue E-Mail eingetroffen ist, jemand vergeblich versucht hat, eine Nachricht per iMessage zu schicken, oder wenn ein im Kalender festgehaltener Termin ansteht. Diese Optionen gibt es auch unter Mountain Lion in den Mitteilungen, genauso wie die Möglichkeit, auch über andere Dinge informiert zu werden. Über eine Programmierschnittstelle können Anwendungen auf die systemweite Mitteilungsfunktion zugreifen. Unter anderem verwenden der App Store, die Erinnerungen, Facetime und das neue Game Center den Benachrichtigungsservice. Ganz rechts in der Menüleiste ist das Symbol der Mitteilungen zu finden, ein Punkt in der Mitte weist auf neue Informationen hin. Klickt man das Symbol an, werden rechts auf dem Monitor die Mitteilungen eingeblendet, der Schreibtischinhalt verschiebt sich vorübergehend nach links. Auch eine Geste für das Trackpad wird es geben, um die Mitteilungen einzublenden. Außerdem gibt es Warnhinweise, die sich automatisch selbst einblenden.

Bereitstellen und Twittern

Inhalte mit anderen Anwendern zu teilen ist unter Mountain Lion noch einfacher als bisher. In etlichen Programmen gibt es das schon von iOS oder dem Quicktime Player her bekannte Symbol aus einem Rechteck mit einem gebogenen Pfeil. Mit einem Klick auf das Symbol lässt sich der Inhalt des aktuellen Fensters mit anderen Anwendern teilen oder für einen anderen Dienst bereitstellen. So lassen sich Links aus Safari an Mail, iMessage oder Twitter übergeben, Photos aus iPhoto an Flickr senden und Videos an Vimeo. Darüber hinaus hat Apple Twitter in OS X 10.8 integriert, sodass man zum Beispiel in Safari ein Fenster öffnen kann, um schnell einen Link oder ein Photo an Twitter zu senden. Auch in iPhoto und Photo Booth gibt es die Direktverbindung zu Twitter. Außerdem blendet sich eine Benachrichtigung ein, wenn man eine Nachricht über Twitter erhält oder in einem Tweet erwähnt wird.

Gatekeeper

Schon unter OS X Lion erscheint nach dem herunterladen eines Programms aus dem Web ein Hinweis, den man zuerst bestätigen muss, um die Anwendung dann verwenden zu können. Damit soll verhindert werden, dass Anwender versehentlich Anwendungen aus dem Web starten. Unter Mountain Lion geht Apple noch einen Schritt weiter. Hier kann man nämlich in der Systemeinstellung "Sicherheit" festlegen, aus welchen Quellen Programme installiert werden dürfen. Es gibt drei Optionen: Nur Anwendungen aus dem App Store, Anwendungen aus dem App Store und von registrierten Entwicklern sowie jede beliebige Anwendung. Entwickler, die sich bei Apple als solche registrieren lassen, erhalten ein Zertifikat, mit dem sie ihre Anwendungen signieren können. So lässt sich jederzeit feststellen, von wem die zu installierende Anwendung stammt und ob diese nach dem Signieren verändert wurde. Ein hundertprozentiger Schutz gegen Schadsoftware ist dies zwar nicht, aber doch sicherer als Anwendungen von unbekannten Entwicklern zu installieren.

Mac auf dem Fernseher, Game Center

Die neue Option "Airplay Mirroring" ermöglicht es nun auch unter OS X, den Inhalt des Monitors über Apple TV an einen HDTV-Fernseher zu übertragen. Dabei wird ein Videostream mit der Qualität von 720p vom Mac auf den Fernseher übertragen.
Die Game Center App gibt es jetzt auch auf dem Mac. Man muss sich nur über seine Apple-ID beim Game Center anmelden, und hat dann Zugriff auf die Spiele und kann sich mit Bekannten und Freunden zum Spielen verabreden. Diese müssen dazu aber nicht auch an einem Mac sitzen, sondern können alternativ auch ein iPhone, ein iPad oder einen iPod Touch verwenden, sofern die Spiele an die unterschiedlichen Monitorgrößen angepasst sind.

Für China

Eine von Apple ebenfalls als wichtige Neuerung angekündigte Option ist die verbesserte Unterstützung von Chinesisch und chinesischen Internetdiensten. Angesichts des enormen Marktpotentials ist dies für Apple eine wichtige Erweiterung, für den durchschnittlichen Mitteleuropäer aber in der Regel weniger von Belang.
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