Macwelt-Jahresrückblick
Das war 2012: Februar
OS X 10.8 heißt Mountain Lion
Mountain Lion
Über Mountain Lion haben wir seit Februarr ausführlich berichtet
10.8 Mountain Lion hat etliche Neuerungen. Einige sind offensichtlich, andere versteckt. Wir zeigen auf den folgenden Bildern, was neu ist und wo Sie es finden.
Vor der Installation testen! Unser exklusiver Mountain Lion Tester zeigt Ihnen, ob Ihr Mac schon für 10.8 tauglich ist:
Die Mitteilungszentrale: Oben rechts blendet OS X jetzt Benachrichtungen ein. Dies können neu eingetroffene E-Mails, Twitter-Meldungen oder System-Updates sein. Apple hat sich hier offenbar beim beliebten Notifier Growl inspirieren lassen.
Benachrichtigungen: In den Einstellungen der Mitteilungszentrale können Sie bestimmen, welche Programme Sie benachrichtigen dürfen und auf welche Art und Weise.
Game Center: Nun können auch Spiele aus dem Mac App Store über das Web gegeneinander antreten oder Erfolge und Highscores miteinander vergleichen.
Erinnerungen: Aufgaben landen jetzt nicht mehr versteckt im Kalender iCal, sondern sind in eine eigene Anwendung umgezogen. Die Erinnerungen werden auf Wunsch per iCloud mit iOS oder anderen Rechnern synchronisiert
Dokumente abgleichen: Via iCloud können Sie jetzt Textnotizen von "Textedit" oder auch Dokumente aus iWork per Cloud über mehrere Geräte teilen.
Weiterleiten: Jetzt gibt es einen neuen Punkt im Finderfenster. Damit können Sie Dateien direkt aus dem Finder mit anderen teilen. Fotos kann man beispielsweise twittern oder bei flickr hochladen.
Safari 6: Die neue Ausgabe des Apple-Browsers bringt unter anderem die neue Übersicht "Tab-View". Damit kann man seine geöffneten Seiten durchblättern wie seine Musikalben in iTunes per Cover-Flow. Zudem sind Suchleiste und Adresszeile jetzt ein Feld.
VIP Mail: Ab jetzt können Sie bestimmte Kontakte als VIPs markieren. Dadurch landen E-Mails von diesen in einem eigenen Postfach. Ab ioS 6 funkioniert dies auch am iPhone/iPad.
Airplay: Jetzt sind auch Macs Airplay-fähig und streamen Musik oder sogar das Bild des Display an andere Geräte (geht nicht mit jedem Mac)
Airplay-Einstellungen: In den Systemeinstellungen können Sie einige Optionen wählen und beispielsweise die Auflösung des Bildschirm für Airplay anpassen.
Systeminformationen: Das Tool "Über diesen Mac" sieht jetzt komplett anders aus, bietet aber im Grund nicht viel Neues.
Neue Screensaver: Vielleicht nicht die wichtigste Neuerung und dennoch hübsch: neue Bildschirmschoner für den Nutzer.
Macwelt-Jahresrückblick
Das Apple-Jahr 2012 in der Rückschau in zwölf Teilen
Verbesserte iCloud-Integration
In iCloud sind in Mountain Lion mittlerweile fast alle mitgelieferten Apps eingebunden.
Mail übernimmt die Zugangsdaten zum iCloud-E-Mail-Server und die Einstellungen für das Zeitintervall zum E-Mail-Empfang (keine Signaturen, keine Regeln), die E-Mails sind über www.icloud.com sichtbar
Kontakte übernimmt die Zugangsdaten für die Synchronisation mit dem Adressbuch-Server von iCloud; die Adressen sind über www.icloud.com sichtbar
Kalender übernimmt die Zugangsdaten für die Synchronisation mit dem Kalender-Server von iCloud, der Kalender ist über www.icloud.com sichtbar
Erinnerungen synchronisiert die Terminerinnerungen inklusive der Ortsangaben für einen Termin
Facetime synchronisiert die Freundeslisten und speichert die E-Mail-Adresse von iCloud als „Name“ für Facetime-Video-Telefonate
iTunes speichert die E-Mail-Adresse als „Einkaufsname“ im iTunes-Store; auf Wunsch wird einmal gekaufte Musik auf alle Geräte auto-matisch übertragen („iTunes in the Cloud“)
Game Center speichert die E-Mail-Adresse als „Spielername“, Spielstände und verwendete Spiele werden synchronisiert
App Store verwendet die E-Mail-Adresse als „Einkaufsname“ im App Store, in der Software kann man damit einmal gekaufte Software auf einen anderen Mac installieren
Notizen synchronisiert alle Notizen (inklusive Bilder und Videos) über iCloud zwischen Rechnern und iOS-Geräten
Safari synchronisiert Lesezeichen, die Leseliste und alle geöffneten Tabs über iCloud zu anderen Rechnern und iOS-Geräten
Nachrichten synchronisiert die Freundeslisten und verwendet die E-Mail-Adresse von iCloud als „Name“ im Chat
Messages
Drop Copy statt Air Drop
Dropbox statt iCloud
Growl statt Nachrichtenzentrale
Herals als Alternative für die Nachrichtenzentrale
Fruux statt Adressbuch und Kalender in der iCloud
Evernote für Notizen in der iCloud
Air Parrot statt Air Play
Twitter-Client auf dem Desktop statt Twitter-Integration
Wunderlist statt Erinnerungen
Mitteilungen
Zum Anlegen eines neuen Benutzers öffnen Sie in den Systemeinstellungen „Benutzer & Gruppen“. Links sehen Sie die vorhandenen Accounts, nach der Installation nur Ihren Account. Klicken Sie unten links auf das Schloss, und weisen Sie sich als Administrator aus. Dann klicken Sie auf das Pluszeichen unterhalb der Liste, um einen zusätzlichen Benutzer anzulegen. Im Menü „Neuer Account“ legen Sie den Benutzertyp fest.
Für die normale Arbeit am Mac legen wir zunächst einen Account vom Typ „Standard“ an. Darunter tragen Sie Namen, Account-Namen und das gewünschte Passwort ein. Beide Namen lassen sich für die Anmeldung nutzen. Sie können den Account übrigens auch nachträglich noch mit Administratorrechten versehen, indem Sie ihn in der Benutzerliste auswählen und dann die Option „Der Benutzer darf diesen Computer verwalten“ aktivieren.
Der Benutzer erhält vom System ein Bild, das Sie ändern können, indem Sie den Account in der Liste auswählen und dann auf das Bild klicken. Es öffnet sich ein neues Menü, mit dessen Hilfe Sie andere Symbole für den Benutzer wählen können. Optional lässt sich ein Foto einsetzen oder ein neues mit der iSight-Kamera aufnehmen und verwenden. Wie schon unter Lion kann der Benutzer sein Passwort optional über seine Apple-ID selbst zurücksetzen.
Um ein Benutzerkonto und damit den Zugang zum Mac zu löschen, wählen Sie es aus und klicken auf das Minuszeichen unterhalb der Liste. Das System fragt noch einmal nach, ob Sie den Benutzer wirklich löschen wollen. Dabei können Sie entscheiden, was mit den Daten passieren soll. Werden sie eventuell noch gebraucht, empfiehlt sich die Aufbewahrung als Image-Datei. Das Image wird im neuen Verzeichnis „Gelöschte Benutzer“ angelegt.
Nachdem Sie alle nötigen Benutzer angelegt haben, können Sie diese noch in Gruppen einteilen. Hierzu gehen Sie wie beim Anlegen eines Benutzers vor, wählen aber im Typmenü den Eintrag „Gruppe“. Nun geben Sie der neuen Gruppe einen Namen und schließen den Vorgang mit „Gruppe erstellen“ ab. Nach diesem Muster legen Sie alle benötigten Gruppen an.
Die Gruppen erscheinen als eigener Bereich in der Account-Liste. Wählen Sie dort eine Gruppe aus. Im rechten Teil des Fensters können Sie dann den Gruppennamen ändern sowie einzelne Benutzer per Checkbox der Gruppe zuordnen. Dabei darf ein Benutzer übrigens auch mehreren Gruppen angehören. Außerdem ist die Zuordnung von Gruppen zu anderen Gruppen erlaubt.
OS X kann die Freiheiten eines Benutzers mit der Kindersicherung deutlich einschränken. Diese ist allerdings nicht nur für den Jugendschutz geeignet, sondern auch für Rechner, deren Konfiguration geschützt werden muss, zum Beispiel im Ausbildungsbereich. Um einen Nutzer unter die Kontrolle der Kindersicherung zu stellen, setzen Sie die Checkbox „Kindersicherung aktivieren“. In der Liste wird der Account dann als Typ „Verwaltet“ geführt.
Die Systemeinstellung Kindersicherung bietet zahlreiche Funktionen, um die Nutzung zu begrenzen. Sie können zum Beispiel nur bestimmte Programme („Apps“) zulassen und vorgeben, mit wem der Benutzer über Mail oder Nachrichten Kontakt aufnehmen darf („Personen“) oder Gamecenter- und/oder Siri-Nutzung verbieten. Auch einen Filter für Webseiten („Web“) gibt es, zudem die optionale Begrenzung der Arbeitszeit.
Damit Nutzer ohne ein eigenes Konto Zugang erhalten, wählen Sie den „Gastbenutzer“ aus und aktivieren rechts im Fenster die Funktion „Gästen erlauben, sich an diesem Computer anzumelden“. Der Zugang ohne Passwort birgt Sicherheitsrisiken, wenn der Mac frei zugänglich ist. Soll er dennoch genutzt werden, aktivieren Sie „Kindersicherung“, und minimieren Sie die Aktionsfreiheit.
Unter „Anmeldeoptionen“ ist definierbar, ob OS X beim Start automatisch einen Benutzer anmelden soll und wenn ja, welchen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, den schnellen Benutzerwechsel zu aktivieren. Ist dieser aktiv, zeigt OS X rechts oben ein Menü mit den verfügbaren Benutzern. Hierüber können Sie nun direkt den Account wechseln, ohne sich vorher abzumelden beziehungsweise laufende Programme zu unterbrechen.
Benutzer mit Account müssen nicht direkt am Mac sitzen, um auf ihr Home-Verzeichnis zuzugreifen. Über die Systemeinstellung „Freigaben“ lässt sich mit „Dateifreigabe“ der Zugriff über das Netzwerk von einem Mac oder Windows-PC erlauben. Auch hier kommen die Berechtigungen der Benutzer-Accounts zum Tragen. Neben Datei-Serverdiensten bietet Mountain Lion diverse weitere Serverdienste wie SSH-Zugriff, Drucker- und Scannerserver.
Bildschirmfreigabe gibt es schon länger, über das lokale Netzwerk oder eine Internet-Verbindung kann ein berechtigter Benutzer den Bildschirminhalt Ihres Macs einsehen und sogar fernsteuern. Neben Benutzern mit einem Account lassen sich auch solche hinzufügen, die über eine Apple-ID verfügen. Über das kleine Pluszeichen unten im Freigabedialog fügen Sie einen Benutzer aus Ihrem Adressbuch hinzu, dessen E-Mail-Adresse seine Apple-ID ist.
Bereitstellen und Twittern
Als Erstes suchen Sie den Installer und lassen sich den „Paketinhalt“ des Programms zeigen.
Darin klicken Sie sich zum Ordner „SharedSupport“ durch.
Vor dem Kopieren löschen Sie den Stick mit dem Festplattendienstprogramm und legen ein Volume im Format „Mac OS Extended (Journaled)“ an. Stellen Sie sicher, dass unter „Optionen“ die GUID-Tabelle eingestellt ist.
Zum Kopieren wechseln Sie in den Bereich „Wiederherstellen“. Ziehen Sie das Image in das Feld „Quelle“ und das Volume des Sticks in „Ziel“, starten Sie dann die Kopie.
Der USB-Stick lässt sich direkt in einen Mac stecken, um die Installation zu starten.
Gatekeeper
Die Anlaufstelle für die Anmeldung und Konfiguration von Druckern ist „Drucken & Scannen“ in Systemeinstellungen. Existiert für einen USB- oder Netzwerkdrucker ein Treiber, meldet er sich selbsttätig beim System an und erscheint im linken Teil des Fensters. Ansonsten wählen Sie ihn aus dem Klappmenü. Bei einem älteren Gerät lädt Mountain Lion den benötigten Treiber aus dem Internet und installiert ihn. Nach der Installation des Treibers erfolgt die automatische Konfiguration.
Airprint ist eine Funktion, die Apple mit iOS 4.2 für iPhone, iPad und iPod Touch einführte. Da die iOS-Geräte nicht über Druckertreiber verfügen, müssen die Airprint-Drucker die Aufbereitung der Druckdaten selbst übernehmen. Inzwischen gibt es Airprint-Lösungen bei vielen großen Druckerherstellern. Mountain Lion nutzt die treiberlose Druckerkonfiguration wie das iOS. Wählen Sie das Gerät im Klappmenü aus, Mountain Lion beginnt sofort mit seiner Konfiguration – der Drucker ist einsatzbereit.
Multifunktionsgeräte bieten heute meist für wenig Geld Druck-, Scan- und Faxfunktion in einem Gerät platzsparend untergebracht. Mountain Lion erkennt solche Modelle automatisch, neben dem Reiter „Drucken“ finden Sie dann noch einen mit Namen „Scannen“. Über „Scanner öffnen“ oder das Programm Digitale Bilder scannen Sie. Die Apple-Lösung ist für normale Scans ausreichend, Dateiformat und diverse Einstellungen lassen sich wählen.
Wählen Sie in einem Programm den Druckbefehl, erscheint das Ausgabefenster. Hier können Sie im Menü „Drucker“ das Gerät für die Ausgabe wählen. Über das Klappmenü in der Mitte lassen sich weitere Optionen einblenden. Neben allgemeinen wie Layout oder Papierhandhabung finden Sie auch druckerspezifische Funktionen, etwa für die Füllstandsanzeige des Toners. Der Inhalt des Druckdialogs hängt vom jeweiligen Drucker ab.
Zwar benötigen die meisten Benutzer in Zeiten von E-Mail kein Faxgerät, in einigen Businessumgebungen geht es aber (noch) nicht ohne. Wer ein Fax benötigt, sollte ein Multifunktionsgerät anschaffen. Auch die Faxfunktion wird über die Systemeinstellung konfiguriert und erscheint im Druckdialog. Apple hat in Mountain Lion die Nutzung der Faxfunktion klasse integriert, über den Druckdialog lässt sich ein Dokument alternativ faxen. Eingehende Faxe können am Mac als PDF gespeichert werden.
Wer von seinem iPad oder iPhone aus drucken möchte, benötigt nicht zwangsläufig einen Drucker mit Unterstützung von Air Print. Mit Programmen wie Printopia oder Fingerprint wird der Mac auch unter Mountain Lion zu einem Printserver mit Airprint. Dabei erkennen die Lösungen alle Drucker, ob per USB oder Netzwerk mit dem Mac verbunden.
Die Drucker werden den iOS-Geräten per WLAN-Verbindung zur Ausgabe angeboten. Der Mac wird zum Printserver, muss also eingeschaltet sein.










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