Von Redaktion Macwelt - 04.01.2013, 00:00

Macwelt-Jahresrückblick

Das war 2012: Oktober

©Apple

iPad Mini, iPad Retina und neue Macs +++ Tim Cook wirbelt Personal durcheinander +++ Weiteres Rekordquartal +++ Ärger um Apple Care in der EU und Apple-Logo in Russland +++ Apple kauft HTML-Entwickler Particle

Macwelt-Jahresrückblick

Das Apple-Jahr in der Rückschau in zwölf Teilen

iPad Mini, iPad Retina und neue Macs
„We have a little more to show you“ lädt Apple Mitte Oktober die Prese für ein Special Event am 23. Oktober ein. Und da Englisch so herrlich zweideutig sein kann, ist klar, dass Apple nicht nur „ein bisschen“ was zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes zeigen will, sondern vor allem „etwas Kleines“. Über das iPad Mini hatte die Szene schon das ganze Jahr über spekuliert, Apple enttäuscht die Erwartungen nicht. Sondern setzt sogar noch etwas drauf: Das iPad 4 ist mehr als nur eine kosmetische Fortentwicklung des iPad. In Sachen Mac hat Apple ebenso überraschendes zu bieten: Der iMac wird deutlich flacher, da er nun ohne optisches Laufwerk auskommt. Dafür ist optional ein Fusion Drive eingebaut, was die Geschwindigkeitsvorteile der SSD mit der großen Kapazität einer magnetischen Festplatte vereint. Ein solches Fusion Drive bekommt auch der neue Mac Mini, eine weitere Kleinigkeit vom 23. Oktober.
Als direkte Konkurrenz zu Amazons Kindle Fire oder dem Google Nexus will Apple das iPad Mini nicht verstanden wissen, erklärt der Marketingchef des Unternehmens Phil Schiller auf der Keynote im California Theatre in San Jose. Denn das iPad Mini sei wie das vor anderthalb Jahren vorgestellte iPad 2, nur besser. Gleich ist der A5-Prozessor und die Anzahl der Pixel, 1024 mal 768 Bildpunkte verteilen sich auf den Bildschirm mit 7,9-Zoll-Diagonalte. Besser als das iPad 2 sind aber die Kameras - Facetime HD für die Vorderseite, 5 Megapixel für die Rückseite, die drahtlosen Schnittstellen (LTE und Wi-Fi 802.11 a/b/g/n) und der Lightning-Anschluss, den Apple nun auch im iPad verbaut.
 Das iPad Mini ist mit 7,2 Millimetern deutlich dünner als die anderen iPad-Modelle, das Gewicht beträgt etwas mehr als 300 Gramm - das iPad Mini lässt sich bequem in einer Hand halten. Dafür biete es aber mit seinem gegenüber anderen Geräten der 7-Zoll-Klasse einen deutlich größeren Bildschirm, die Nutzererfahrung sei die eines Tablets und nicht die eines zu groß geratenen Smartphones. Websites ließen sich in voller Pracht betrachten und nicht zuletzt die mehr als 275.000 für die iPad-Ausmaße angepassten Apps würden gegenüber dem Angebot für Android (dessen Name Schiller nicht in den Mund nahm) deutliche Vorteile bieten. Das neue Mini sei also "jeden Zoll ein iPad", wie der Apple-Slogan zum iPad Mini lautet. Die Preise liegen daher auch etwas über den Erwartungen der meisten Analysten, die von einem Einstiegspreis unter 300 US-Dollar ausgegangen waren. Das kleinste iPad Mini mit 16 GB Flash-Speicher und Wi-Fi kostet 329 Euro, die Modelle mit 32 GB und 64 GB sind für 429 und 529 Euro zu haben. Die Ausführung mit LTE Chip - Apple nennt das Modell offiziell Wi-Fi + Cellular - kosten jeweils 130 Euro mehr.
Auch dem "großen" iPad verpasst Apple ein Update und rüstet diesen mit der neuen Lightning-Schnittstelle aus. In die vierte Generation des iPad baut Apple zudem einen schnelleren Prozessor ein, den selbst konzipierten Chip A6X. Das Retina-Display bleibt wie bisher, wie auch die Preise. Apples iPad-Produkt-Matrix besteht nun aus iPad Mini und iPad 2, die jeweils 1024 mal 768 Pixel zu bieten haben und dem iPad der vierten Generation mit Retina-Display, das über viermal so viele Pixel (doppelt in beiden Dimensionen der Bildschirmfläche) verfügt. Nicht das iPad 2 verschwindet also aus dem Angebot, sondern das in diesem März vorgestellte "neue" iPad - das in ein "ganz neues" iPad sich weiter entwickelt hat.
Apple hat die deutschen Preise leicht erhöht, in den USA bleiben sie wie bisher – kurz gesagt: Umrechnungsanpassung. Das günstigste Modell mit Wi-Fi und 16 Gigabyte Speicherplatz kostet 499 Euro (bisher 479 Euro), das teuerste bis zu 829 Euro. Dabei sind 64 Gigabyte Speicher und der Mobilfunkchip enthalten. Dies bedeutet auch: An der grundsätzlichen Konfiguration hat sich seit dem ersten iPad nichts geändert. 16 bis 64 GB, mit und ohne Mobilfunk.
Laut Apple hat der A6X die doppelte Rechen- und Grafikleistung wie der A5X aus dem iPad 3. Im Vorgänger und im iPhone 5 gibt es bisher einen Gigabyte RAM.
Die LTE-Umsetzung beim iPad 3 war kein Ruhmesblatt für Apple. Groß mit LTE angekündigt, was sich dann als "LTE für Nordamerika" herausstellte. Jetzt hat Apple hier nachgebessert. Doch der neue Mobilfunkchip im iPad 4 hat exakt die gleichen Limitierungen wie das neue iPhone: LTE funktioniert nur bei der Telekom und nur in größeren Städten, da nur 1800 MHz unterstützt werden. Der Bonner Konzern wird sich darüber freuen, LTE für Apple-Produkte exklusiv vermarkten zu können. Für Bestandskunden anderer Anbieter ist Apples Wahl des Mobilfunkchips jedoch eher ungünstig.
Analysten hatten im Vorfeld versucht, den Einfluss des iPad Mini auf das Gesamtgeschäft auszurechnen. Gene Munster etwa war der Ansicht, Apple würde im Quartal fünf Millionen iPad Mini verkaufen, dafür eine Million iPads in 10-Zoll-Größer weniger, insgesamt 25 Millionen Stück. Am ersten Wochenende verkauft Apple rund drei Millionen iPad Mini und iPad 4, nennt aber keine Details, wie sich diese aufteilen. Die Modelle mit Mobilfunkchip gehen ohnehin erst später in den Handel.

Neue iMacs, Retina-Macbook mit 13 Zoll-Bildschirm

Die Öffentlichkeit erwartete vor allem Neues zum iPad, kein Wunder, glaubt man den von Tim Cook präsentierten Zahlen, nach denen Apple im Tablet-Markt 91 Prozent der Anteile hält. So war auch die Keynote dramaturgisch aufgebaut, wie üblich kam das Wichtigste zum Schluss. Doch darf man die Neuerungen bezüglich des Mac nicht unterschätzen, zumal Apple zumindest in den USA nun die für sich die Marktführerschaft sowohl bei Desktops als auch bei Notebooks für sich beansprucht. Nicht schlecht für einen Hersteller, der vor wenigen Jahren noch als einer für die Nische gegolten hat. 
So will Apple auch weiterhin mit dem Mac Innovationen zeigen. Wie erwartet folgt auf das im Juni gezeigte Macbook Pro mit Retina-Display und 15-Zoll-Bildschirm nun eine Version mit 13-Zoll-Display, das 2560 mal 1600 Pixeln Platz bietet - doppelt so viele wie herkömmliche HD-Fernseher. Das neue Macbook bietet unter anderem zwei Thunderbolt- und zwei USB-3.0-Anschlüsse, Ivy-Bridge-Prozessoren der Reihen i5 und i7 und eine hochauflösende iSight-Kamera - ein optisches Laufwerk ist aber wie beim 15-Zöller nicht mehr dabei. Die Preise beginnen bei 1.699 US-Dollar für die Variante mit 128 GB Flash-Speicher und Core-i5-Chip. Apple will die neuen Macbook Pro Retina ab sofort ausliefern, deutsche Preise liefern wir im Lauf des Abends nach. Eine größere Variante kostet 1.999 US-Dollar, die bisherigen Macbook Pro (ohne Retina Display) bleiben im Angebot.
 Auch der Mac Mini bekommt ein Update mit Ivy-Bridge-Prozessoren und USB 3.0, sonst ändert sich wenig am kleinsten Mac. Den iMac hat Apple jedoch deutlich überarbeitet. Die neue Generation des iMac ist deutlich flacher als alle seine Vorgänger, was Apple vor allem durch den Verzicht auf ein optisches Laufwerk gelingt. Doch auch das Display ist dünner geworden, eine etwa zwei Millimeter dicke Lücke zwischen Glas und Display verschwunden. Glas und Display sind miteinander laminiert, was der Qualität der Bildschirmdarstellung helfen soll, etwa mit 75 Prozent weniger Reflexionen. Der iMac dürfte sich aber noch schlechter auseinander bauen lassen als seine Vorgänger. Apples Phil Schiller verspricht zudem, dass die Displays schon bei der Produktion individuell kalibriert wurden.
Wie bisher ist der iMac in den Größen 21,5 Zoll und 27 Zoll erhältlich, die Prozessoren i5 und i7 (optional) entstammen der Ivy-Bridge-Baureihe. Besondere Neuerung: Apple setzt beim Speicher auf eine Hybrid-Lösung und nennt das Fusion Drive: ein 128-GB-Flash-Drive ist mit einer 1-TB-Festplatte (wahlweise auch 3 TB fassend) kombiniert und dabei logisch verbunden, so dass der Nutzer nur ein Volume zu Gesicht bekommt. System und häufig gebrauchte Programme starten vom schnellen Flash-Drive, alle anderen von der großen, aber trägen Festplatte. In Deutschland ist der 21.5-Zöller ab November für 1.549 Euro erhältlich, der 27-Zöller wird ab Dezember für 1.879 (2,9 GHz Core i5) respektive 2.049 Euro (3,2 GHz Core i5) ab Dezember in den Regalen stehen.
Vorherige Seite
Seite 1 von 5
Kommentar verfassen:
Kommentar verfassen

Login über einen Foren Account





Gastposting

Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.





Bestellen Sie "Macwelt Daily-Newsletter" kostenlos
Immer informiert sein:

Mit den kostenlosen Newslettern der Macwelt bleiben Sie auf dem Laufenden!

- Anzeige -
Macwelt Specials
- Anzeige -
Angebote für Leser
Macwelt für iPad

Für iPad und iPhone: Macwelt Kiosk
Die Macwelt als Digitalausgabe für iPad und iPhone - schon am Freitag vor dem Erstverkaufstag des Heftes im App Store erhältlich.

Macwelt mobil

Macwelt Online-Videothek
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. Filme und Games bequem von zu Hause aus leihen.

Handytarif-Check
Mit unserem neuen Smartphone Tarifrechner finden Sie schnell den passenden Handytarif.

3x Macwelt testen!
Ja, ich teste 3x die Macwelt mit CD für nur 12,90 € (19,- Sfr).
Macwelt 08/14
Anrede:
Vorname:
Nachname:
Straße/Nr:
PLZ/Ort:
Land:
E-Mail:
Bestätigen
Nur wenn ich innerhalb von 2 Wochen nach Erhalt der 3. Ausgabe nichts von mir hören lasse, möchte ich die PC-WELT mit DVD zum gleichen Preis weiterbeziehen (D: 55,80 €/Jahr, EU: 64,80 €/Jahr, CH: 103,70 Sfr/Jahr). Nach dem Testzeitraum ist der Bezug jederzeit kündbar.
Ich bin damit einverstanden, dass die IDG Tech Media GmbH und ihre Partner mich per E-Mail über interessante Vorteilsangebote informieren.
Jetzt anfordern
1649430
Content Management by InterRed