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Macwelt-Leser zur Geschäftsführung von Apple Deutschland

28.08.2000 | 00:00 Uhr |

Einen großen Handlungsbedarf für die deutsche Applevertretung sehen die Leser von Macwelt Online. Durch aggressives Marketing soll der Mac gegenüber dem PC weiter Marktanteile gewinnen.

"Ich begrüße den Weggang von Peter Dewald, er war zu konservativ" Die Aussage von Georg Schwarz entspricht dem Tenor der Leser, die sich auf Macwelt Online in der Umfrage zu den gewünschten, künftigen Aufgabenschwerpunkten der neuen Geschäftsführung von Apple Deutschland geäußert haben. Seit Anfang 1997 hatte Dewald die Geschicke des Mac-Herstellers in Deutschland, Österreich und Schweiz verantwortet, seit einigen Monaten nur noch die der beiden erstgenannten. Zum 1. September wechselt Dewald als Deutschlandgeschäftsführer zum Softwarehersteller Sage KHK nach Frankfurt/Main (wir berichteten) .

In den abgegebenen Lesermeinungen findet man kaum eine positive Äußerung über die Geschäftsführung von Dewald. Der am häufigsten genannte Änderungswunsch bezüglich der künftigen Geschäftspolitik Apple Deutschlands, ist der nach mehr Schwung und einem aggressiveren Marketing. Dieses sollte jedoch auf die speziellen deutschen Verhältnisse zugeschnitten sein. Eine reine Übernahme der amerikanischen Vorstellungen lehnen die Teilnehmer der Umfrage ab.

Das Anliegen von Anneliese Bresgen, dass "Apple (...) noch mehr an seine Kundschaft ran (muss), (...)", steht für ein weiteres großes Verlangen der Umfrageteilnehmer. In diesem Zusammenhang wünschen sich die Mac-Anwender vorrangig einen verstärkten Einsatz im Bildungsbereich, in den USA längst eine klassische Domäne von Apple. Hierzulande sollten die Macs mit speziellen Angeboten für Universitäten, Schulen, Lehrer, Studenten und Schülern an Boden gegenüber den PCs gutmachen. Dabei stellen sich die Leser Preis- und Bundle-Angebote sowie Events und Betreuung der neuen Klientel vor. Des weiteren sollte der Ausbau des bisher als zu spärlich empfundenen Händlernetzes ein besonderer Augenmerk der Interimsgeschäftsführung, bestehend aus dem Vertriebsleiter Rainer Deichmann und dem Finanzchef Andi Bierl, und der künftigen Geschäftsführung von Apple Deutschland sein.

Der Verkauf der Consumer-Macs durch die Retailer namens Karstadt, Saturn und Mediamarkt haben die Teilnehmer der Umfrage im Großen und Ganzen positiv aufgenommen. Die Präsentation und die Verkaufstechnik innerhalb der Geschäfte jedoch nicht. Hier fordern sie eine attraktivere Darstellung der Macs und regelmäßige Events für Neukunden. Ferner sollten die Retailer mehr Mac-spezifische Hard- und Software auslegen, um die Apple-Modelle attraktiver zu machen. Hier sollte die neue Geschäftsführung auf die Handelshäuser einwirken, so die Forderung.

Weitere Änderungswünsche in den abgegebenen Meinungen sind günstigere Preise, mehr Megahertz für die Rechner, und eine bessere Softwareausrüstung der Macs. Doch diese Appelle richten sich wohl eher an die Konzernzentrale im kalifornischen Cupertino, denn Apple Deutschland hat darauf nur wenig Einfluss. cja

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