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Macwelt Replay 14/04

03.04.2004 | 10:11 Uhr |

Nintendos Gewinn bricht um mehr als die Hälfte ein / Close Combat kommt auf den Mac zurück / April I: Aspyr lässt die Sims melken / April II: "Dark Forces"-Remake von Lucas Arts / Xbox-Preissenkung in USA und Australien

Nintendos Gewinn bricht um mehr als die Hälfte ein

Der Spielekonsolenhersteller Nintendo hat 2003/04 wegen Devisenverlusten einen heftigen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Nettogewinn fiel in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als die Hälfte von 67,3 Milliarden Yen (530 Millionen Euro) auf 33 Milliarden Yen (258 Millionen Euro), teilte das japanische Traditionsunternehmen in einem vorläufigen Bericht am Donnerstag mit.
Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 510 Milliarden Yen. Der Dollar war am vergangenen Mittwoch, dem letzten Tag des Geschäftsjahres, auf ein Vierjahrestief von 103 Yen gefallen. Ein Jahr zuvor stand er noch mit 120 Yen im Kurs. Nintendo konkurriert mit seiner Konsole GameCube mit dem langjährigen Marktführer Sony (Playstation) und wetteifert mit «Neueinsteiger» Microsoft (Xbox) um den zweiten Platz. Im Markt für mobile Konsolen (GameBoy Advance) ist das in Kyoto ansässige Unternehmen nach wie vor Marktführer. Sony will mit einer eigenen mobilen Konsole allerdings noch in diesem Jahr in diesen Markt vordringen. (dpa)

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Close Combat kommt auf den Mac zurück

Destineer, die neue Firma des ehemaligen Bungie-Chefs Peter Tamte und Gathering, Marke des Spielepublishers Take-Two Interactive, wollen noch 2004 die Close-Combat-Reihe wieder aufnehmen. Zwei neue Titel sollen gleichzeitig für Mac und PC entstehen. "First Fight", ein Firstperson-Shooter im Umfeld der US-Marines soll Ende diesen Jahres erscheinen, und das auf den gleichnamigen Roman von Larry Bond basierende Echtzeitstrategiespiel "Red Phoenix" Anfang 2005. Close Combat kam Mitte der Neunziger Jahre als im zweiten Weltkrieg spielendes Strategiespiel heraus, lediglich die Fortsetzung "A Bridge Too Far" erschien noch für den Mac.

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April I: Aspyr lässt die Sims melken

Eigentlich wollte Electronic Arts mit dem aktuellsten Sims-Add-On "Makin’ Magic" die erfolgreiche Gesellschafftssimulation beenden, bevor der offizielle zweite Teil die Hitlisten stürmt. Aspyr zeigte sich von dieser Entscheidung jedoch enttäuscht und hat sich die Lizenzrechte des originalen "The Sims" gesichert. Resultat: Aspyr programmiert derzeit eine neue Erweiterung namens "Milkin’ it", in der die Sims sich dem harten Lebens als Farmer stellen müssen. Kühe melken, Hühner schlachten, Eier einsammeln und Getreide ernten - damit möchte Aspyr die Millionen von Sims-Fans bei Laune halten. Am Ende einer Saison geht es mit den eigenen Erzeugnissen auf den lokalen Farmer-Wettbewerb, damit die neidischen Nachbar mal sehen, was so ein dicker Kürbis ist. Aspyr möchte die erworbene Lizenz selbst noch ein bisschen melken, bis im kommenden Herbst "The Sim 2" ansteht. So denken die Entwickler bereits über "The Sims: Survivors" nach, bei denen die humanoiden Tamagotchis sich im Kübelböck-Style in einer knallharten Fernsehshow beweisen müssen. Hardcore-Spieler können sich vielleicht auf "The Sims: Makin’ World War II" freuen, allerdings wird dieses Paket wohl nichts für schwache Gemüter. Und falls es Sims-Fans bis jetzt immer noch nicht gemerkt haben: All das ist ein gut gemachter April-Scherz der Kollegen von Insidemacgames.com. Ei, ei, ei.

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April II: 'Dark Forces'-Remake von Lucas Arts

Aufwändig und äußerst überzeugend war die Fake-Site gemacht, auf der vorgeblich Starwars-Produzent Lucas Arts bekannt gab, das bisherige Fan-Projekt "Dark Forces Mod für Jedi Knight: Jedi Academy" samt Entwicklern zu übernehmen und unter eigenem Label für PC, Mac und Xbox im Herbst herauszubringen. Unser Screenshot hat die nachgebaute Homepage festgehalten, die Links verzweigten tatsächlich zu echten Lucas-Arts-Angeboten. Auch das Datum - 31. März - ließ zunächst nichts Übles ahnen. Doch inzwischen hat das Entwicklerteam den Zauber aufgelöst: April Fool. Der Vorteil: Lucas Arts hätte die Neuauflage sicher kostenpflichtig gemacht, so dürfte das Fan-Mod unentgeltlich verfügbar bleiben.
Dennoch geht die Produktion des ehrgeizigen Vorhabens weiter, den originalen Star-Wars-Shooter Dark Forces mittels Quake-3-Engine als Mod unter dem aktuellen - für Mac und PC erhältlichen - Jedi Knight: Jedi Academy mit sämtlichen 14 Leveln und modernster Technologie neu aufzulegen. Eine Demo des ersten Levels gibt es schon länger, dafür ist freilich noch Jedi Outcast erforderlich, wofür das Mod ursprünglich entwickelt wurde. Demnächst soll eine 3-Level-Demo verfügbar sein, auf die Frage, wann man das komplette Spiel auf den Mac oder PC laden könne, antworten die Entwickler schon ganz abgekärt: WID (When It's Done).35 Prozent sollen bisher geschafft sein, einschließlich neu gemischten Sound- und Musicfiles. Das berühmte Laserschwert sowie die verschiedenen Mächte (etwa Sprung oder Geschwindigkeit) sucht man in dem Remake authentischer Weise vergebens - als das Spiel 1995 im Original erschien, kam es noch wie ein klassischer Shooter mit diversen Waffen, aber ohne die Stars-Wars-typischen Attribute daher. Dafür überzeugte Dark Forces schon damals durch ein hervorragend gemachtes Gameplay mit Rätseln, die stellenweise Adventure-Niveau erreichten.

Info: Dark Forces A Mod for Jedi Academy

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Xbox-Preissenkung in USA und Australien

Jetzt noch billiger: Microsoft geht mit dem Xbox-Preis deutlich runter, zumindest in den USA.
Vergrößern Jetzt noch billiger: Microsoft geht mit dem Xbox-Preis deutlich runter, zumindest in den USA.
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Microsoft senkt die Preise für seine Xbox-Spielekonsole Xbox in den USA und Australien mit Wirkung vom Dienstag (30. März) um 30 Dollar. Dies hat das Unternehmen am Montag mitgeteilt. In den USA kostet die Xbox zukünftig 149,99 Dollar, und in Kanada 199,99 kanadische Dollar. Der Preis in Mexiko wird umgerechnet um 45 Dollar reduziert. Außerdem senkt Microsoft die Preise für mehrere Software-Produkte, in dem es erfolgreiche Titel wie "Project Gotham Racing" in die Classic-Reihe eingliedert. Eine entsprechende Anpassung des Hardwarepreises für den europäischen Verkaufsraum ist derzeit weder angekündigt noch seitens Microsoft dementiert.

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