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Macwelt Replay 49/03

06.12.2003 | 10:01 Uhr |

Virtual Programming schlägt doppelt zu / Aspyr rettet Weihnachten / Sega verklagt Electronic Arts / Spy Hunter auf der Leinwand / Xbox sogar kugelsicher / Sony erleichtert PSX / Designstudie der Playstation 3 nur ein Scherz / Mac-Schnäppchen: Alpha Centauri / Konsolen-Schnäppchen: Metroid Prime (Gamecube)

Virtual Programming schlägt doppelt zu

Als europäischer Publisher für Mac-Spiele hat sich Virtual Programming in dieser Woche gleich zwei mal weit aus dem Fenster gelehnt. "Massive Assault" und "Project Nomads" bereichern die stetig wachsende Gaming-Bibliothek für Mac-OS X irgendwann im Kalenderjahr 2004. Massive Assault ist ein Echtzeit-Strategiespiel mit eigener 3D-Engine, dass in einer fernen Zukunft die militärischen und diplomatischen Verwicklungen auf sechs verschiedenen Planeten dokumentiert. In der Rolle eines Kommandanten der "Free Nations Union" kämpft der Spieler gegen die aufständischen Rebellen, die sich selbst den klangvollen Namen "Phantom League" zuschreiben. Den Kampf um überlebenswichtige Ressourcen erleben Hobbystrategen zu Boden, zu Wasser und in der Luft.
Vom deutschen Hersteller CDV Software kommt die Lizenz für die Macversion von "Project Nomads", einem 3D-Action-Adventure. In einer Welt, die aus schwebenden Inseln besteht, setzt sich der Protagonist gegen Luftpiraten und außerirdische Widersacher zur Wehr. Eine spannende Story um drei auswählbare Helden soll die Spieler bis zum Schluß an den Mac fesseln. Für die richtige Prise Action sorgen schwindelerregende Luftkämpfe und Zielübungen in stationären Geschützen. Sowohl für Massive Assault als auch Project Nomads gibt es noch keine offiziellen Systemanforderungen, genaue Releasedaten fehlen leider auch noch.

Info: Project Nomads
Info: Massive Assault

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Aspyr rettet Weihnachten

Innerhalb der vergangenen Woche hat Aspyr gleich vier viel versprechende Mac-Adaptionen von PC-Hits ins CD-Presswerk gereicht. Taktik-Freunde reiben sich die Hände ob der anstehenden Veröffentlichung von Tom Clancys "Rainbow Six 3: Raven Shield", mehr oder weniger weise Machtbesitzer kämpfen sich in "Jedi Knight: Jedi Academy" durch die harte Schule der Jediritter. Umfangreiche Argumente legt auch Miss Lara Croft in "Tomb Raider: Angel of Darkness" unter den Weihnachtsbaum, auch wenn viele Fans den sechsten Teil für die bisher schlechteste Inkarnation halten. Extremsportler, die ob des ausbleibenden Schneetreibens vielleicht doch eher mal ans Wellenreiten denken, werfen sich in passende Schale, um Kultboarder Shaun Murray in seinem "Wakeboarding Unleashed" zu unterstützen. Harte Wellen, schnelle Boote und gestylte Boards, verpackt in schicker Grafikkulisse und fetzigem Sound - wer denkt bei diesen Aussichten denn da noch ans Skifahren?

Info: Aspyr

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Sega verklagt Electronic Arts

Vor Weihnachten, wenn die Geschäfte gut laufen, scheinen sich verschiedene Rechtsabteilungen in der Spielebranche zu langweilen. Damit diese Leute in der Zeit der Liebe aber nicht ohne Beschäftigung die Zeit totschlagen, denken sich einige Individuen zuweilen abenteuerliche Klagen aus. So auch im Fall Sega gegen Electronic Arts (EA): Beim spielerisch eher schwachen "The Simpson: Road Rage" sieht Sega die Urheberrechte des eigenen "Crazy Taxi" verletzt. Tatsächlich sind beide Spiele durchaus vergleichbar. In beiden Fällen steuert der Spieler ein Fahrzeug durch eine virtuelle Stadtlandschaft, um Fahrgäste mit halsbrecherischen Manövern zum Ziel zu bringen. Laut Sega darf dieses Spielgefühl aber nur das originale "Crazy Taxi" vermitteln, beim Simpsons-Ableger handele es sich um eine dreiste und vor allem illegale Kopie.
Von der eingereichten Klage erhofft sich Sega den Verkaufsstopp des Spiels, das sich bisher weltweit mehr als eine Million mal verkauft hat. Zudem gibt es da noch den obligatorischen Schadenersatz, schließlich hätten sich diese eine Million Leute ja auch Crazy Taxi kaufen können. To be continued.

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Spy Hunter auf der Leinwand

Hollywood leidet anscheinend unter akutem Drehbuch-Ideenmangel. Damit das den Kinogängern aber nicht so auffällt, bedienen sich immer mehr Filmstudios bei Videospiel-Lizenzen. Tomb Raider, Resident Evil, Street Fighter, Mortal Kombat und Konsorten waren in diesem Bereich mehr oder weniger erfolgreich. Universal Pictures haben sich die Filmrechte für das Spiel "Spy Hunter" gesichert, dass seine Wurzeln in den frühen 80er Jahren hat und erst kürzlich für die aktuellen Videospielkonsolen sowie PC und Mac in neuem Kleid unsicher machte. Als Hauptdarsteller ist der bekannte Wrestler "The Rock" im Gespräch, der in der Kinoversion von Spy Hunter den Spezialagenten zum legendären Spezialauto mimen soll. Drehbuchautor und Regisseur stehen indes noch nicht fest.

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