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Macworld Expo: Business Week sagt Filmverleih im iTunes Store voraus

07.01.2008 | 17:06 Uhr |

Apple steht kurz vor der Vertragsunterzeichnung mit den meisten großen Hollywood-Filmstudios und will über den iTunes Store Spielfilme vermieten - das will die BusinessWeek herausgefunden haben.

Bereits ab nächster Woche könnten amerikanische Kunden einen Film für 3,99 US-Dollar pro Stück binnen 24 Stunden ansehen. Allerdings wird Steve Jobs am 15. Januar auf der Macworld Expo voraussichtlich noch nicht alle Studios zu seinen Partner zählen können. Denn noch ist man sich in manchen Punkten nicht einig: Gibt es die Filme bereits zum DVD-Start im iTunes Store zu kaufen oder erst einen Monat später?

Bereits am 26. Dezember hatte die Financial Times berichtet, dass Apple Verträge mit Twentieth Century Fox, Warner Bros., Paramount Pictures und Lionsgate unterzeichnet habe. Nach den neuen Informationen sollen Paramount, Fox und Warner sowohl dem Verkauf wie auch der Vermietung von Filmen zugestimmt haben, Filme von Fox werde Apple zunächst aber nur vermieten. Auch Sony zeige Interesse an Apples binärem Einkaufsparadies, von den großen Studios fehle nach dem letzten Streit ( wir berichteten ) lediglich NBC Universal. Unklar ist die Situation bei den Filmverkäufen - hier treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander, ob sich die Preise für Downlads an den DVD-Preisen in den Supermarktketten orientieren sollen. Bisherige Filme von Disney kosten bei Apple zwischen 10 und 15 US-Dollar, die Industrie erziele bei DVD-Verkäufen über Wal-Mart und anderen Ketten aber einen durchschnittlichen Gewinn von 17 Dollar. BusinessWeek spekuliert, dass Apple einen kleinen Verlust in Kauf nehmen könnte, um den Absatz des Apple TV-Systems nach vorne zu bringen, der unter den Erwartungen einiger Analysten blieb. Wie beim Miet-Modell ist auch bei den Verkäufen ein zeitlich verzögerter Erscheinungstermin im iTunes Store im Gespräch, Jobs lehnt diesen laut Businessweek aber in beiden Fällen kategorisch ab. Europäer dürfen die Entwicklung, wer mit wem und für wieviel was macht, gelassen verfolgen. Bis heute ist es Apple noch nicht gelungen, Filme auch außerhalb des nordamerikanischen Kontinents zum Verkauf anzubieten. Ein langer Mietrückstand ist ebenfalls absehbar. Bild: goldberg, "DVD rental vending machine". Some rights reserved. Flickr

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