1713400

Macworld: Wünsche an einen Mac Pro Minitower

06.03.2013 | 06:03 Uhr |

Was wird aus dem Mac Pro? Macworld hat sich Gedanken gemacht: Apple könnten seinen Tower schrumpfen und eine Lücke im Angebot füllen.

In der EU ist der Mac Pro seit letzten Freitag nur noch in Restbeständen erhältlich , doch auch anderswo warten Mac-Anwender auf einen Nachfolger. Apple hatte den Mac Pro zuletzt im Juni 2012 aktualisiert und dabei nicht einmal die allerneuesten Komponenten verbaut. Schon damals hatte Apple-CEO Tim Cook jedoch Andeutungen über einen Nachfolger fallen lassen, man habe bei Apple "etwas Großartiges für den Mac Pro" in Arbeit. Unser Macworld-Kollege Dan Frakes hat nun einen Vorschlag, der aufhorchen lässt: Der neue Mac Pro soll zu einem Minitower mutieren. Schon 2006 hatte Frakes einen Desktop-Rechner vorgeschlagen , der in Lücke zwischen Mac Mini und Mac Pro passen solle, nun könne ein solches Gerät den Mac Pro ablösen - und all jene Käufer locken, denen der iMac mit seinem All-in-one-Ansatz zu unflexibel ist.

Frakes wünscht sich konkret einen Desktop ohne integrierten Monitor in einem kleineren Tower-Gehäuse, angetrieben von einer High-End-Desktop-CPU wie Intels leistungsstärkstem Core-i7-Chip. 8 GB RAM sollten in der Grundausstattung dabei sein, die einfache Erweiterbarkeit auf 16 GB oder mehr ein Muss. Zwei Einschübe sollten herkömmliche Festplatten oder SSDs aufnehmen, die Grafikkarte sollte sich austauschen lassen und nicht wie bei anderen Macs fest verlötet sein. Ob der Mac Pro Minitower noch einen Erweiterungsschacht für PCI-Karten haben sollte, ist sich Frakes nicht sicher. Denn eine Thunderbolt-Schnittstelle in Apples neuem Profirechner sollte dem Markt für Peripherie genügend Schwung geben, dass Erweiterbarkeit in Funktion und Speicherplatz auf diese Weise gegeben wäre. Den Preis würde Frakes zwischen 1200 und 1800 US-Dollar veranschlagen, mit einem High-End-Monitor käme ein solcher Mac Pro Minitower auch in Preisregionen oberhalb des iMac (der laut Frakes ja nichts weiter sei als ein "Mac Mini mit Monitor").

Die iMac-Verkäufe kannibalisieren würde ein solcher Mac-Pro-Nachfolger nicht, da der iMac für die meisten Anwender ausreichende Leistung biete. Wer jedoch auf Erweiterbarkeit bestehe und sich mit einem neuen Computer nicht auch gleich ein neues Display anschaffen wolle, läge mit einem Minitower richtig. Dem Mac Pro in seiner jetzigen Form gibt Frakes kaum noch eine Chance, niemand brauche alle Slots und Erweiterungsmöglichkeiten, vor allem dann nicht, sollte der Thunderbolt-Markt Schwung gewinnen. Dem alten Mac Pro trauert Frakes daher auch nicht nach, mit diesem im Dauereinsatz habe er sein Arbeitszimmer nicht heizen müssen, dafür aber hohe Stromkosten gehabt. Apples jüngste Entwicklungen hin zu höherer Energieeffizienz ließen daher auch auf einen sparsameren Nachfolger für den Mac Pro hoffen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1713400