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März: An Ideen Anderer verdienen

25.12.2005 | 00:03 Uhr |

„Made for iPod“: Apple will auch an Peripherie von Drittherstellern verdienen +++ Katz-und-Maus-Spiel um iTMS +++ Taiwanesen plagiieren iPod Shuffle +++ IBM bestätigt Dual-Core-Prozessoren +++ Apple gewinnt (vorerst) gegen Gerüchteseiten +++ Sicherheitsupdate setzt Mac-OS X Server außer Gefecht

Qualitätssiegel „Made for iPod“

Cupertino, 16. März : Apple will auch an der Zubehörindustrie für iPod, iPod Mini und iPod Shuffle verdienen: Wer auf seine Kopfhörer, Kabel und Ladegeräte ein von Apple kreiertes Logo "Made for iPod" platziert und derart mit der offiziellen Freigabe Cupertinos wirbt, führt 10 Prozent des Verkaufspreises an den iPod-Hersteller ab. Nicht in das Programm nimmt Apple kosmetisches iPod-Zubehör wie Taschen und Halterungen. Das Programm "Made for iPod" hatte Apple bereits auf der Macworld Expo im Januar angekündigt. Ist die „Made-for-iPod“-Kennung im März noch freiwillig, müssen ab Oktober alle Hersteller verpflichtend an dem Programm teilnehmen, deren Peripherie auf den Dock-Connector zugreift – ansonsten nennt Apple keine Spezifikationen der Schnittstelle mehr.

Ziel der Maßnahme ist es laut Apple, den iPod-Besitzern im wachsenden Zubehörmarkt Orientierung zu geben und Produkte auszuweisen, die "ordentlich" mit dem iPod zusammenarbeiten. Hersteller sollen zudem Richtlinien erhalten, um ihr Zubehör perfekt an den iPod anpassen zu können. Mehr als 1000 iPod-Peripheriegeräte gibt es Ende des Jahres, Spekulationen aus gut informierten Kreisen zufolge soll Apple zur Macworld Expo 2006 eine erste eigene Boombox vorstellen.

Katz-und-Maus-Spiel um iTMS

Cupertino, 22. März : Einen Tag nachdem Apple eine Sicherheitslücke im iTunes Music Store geschlossen haben will, haben die Programmierer der Software Py Musique erneut einen Weg gefunden, Songs ohne DRM aus dem iTMS zu beziehen. Apple hatte den Zugriff auf sein Musikangebot auf Anwender von iTunes 4.7 und höher beschränkt, das eine andere Verschlüsselung verwendet als Vorgängerversionen. Jon Lech Johannsen hat diesen Algorithmus für Py Musique nachgebaut. Die Nutzungsbedingungen für den iTunes Music Store sehen klar vor, dass der Zugriff auf das Angebot nur mit von Apple bereitgestellter Software erlaubt ist, weshalb Apple mit weiteren iTunes-Versionen nachlegt. Auch eine andere Apple-Software ist nicht sicher vor Entschlüsselung: Der Entwickler David Hammerton hat Apples Lossless Encoder geknackt, der in iTunes Musikdateien verlustfrei komprimiert. Durch Reverse Engineering gelang es Hammerton, einen eigenen Decoder zu programmieren, der bislang jedoch nur mit Mono- oder Stereodateien umzugehen und sie als WAV zu speichern vermag, während Apple Lossless bis zu acht Kanäle unterstützt.

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