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März: Musik und die Folgen

24.12.2004 | 10:00 Uhr |

iTMS und die Nachahmer +++ EU will Microsoft bestrafen +++ Klagen gegen P2P auch in Deutschland

Zusammen mit dem iPod wird der iTunes Music Store in 2004 ein derart großer Erfolg, dass er zahlreiche Nachahmer auf den Plan ruft. Bisher hat Apple wenig Schaden daran genommen, war anfangs des Jahres der Markt legaler Downloadservices noch überschaubar, tummeln sich Ende 2004 neben Apple einige Schwergewichte wie Sony, Microsoft oder Real Networks auf dem Markt. Apple bleibt mit einem Anteil von rund 70 Prozent der unangefochtene Platzhirsch.

Zwar verfehlt Apple das selbst gesetzte Ziel, im ersten Jahr des Bestehens des iTMS 100 Millionen Songs zu verkaufen - die Barriere fällt erst Mitte Juli - doch nimmt die Rate an online verkauften Songs immer schneller zu. Schon im Oktober sind die 150 Millionen voll, weitere 50 Millionen Songs verkauft Apple bis Mitte Dezember.

Einzig die Promo-Aktion mit Pepsi, während der die beiden Unternehmen Codes für 100 Millionen Songs auf Getränkeflaschen unter das Volk bringen, erweist sich als Enttäuschung. Genaue Zahlen nennt Apple zwar nicht, Steve Jobs verrät jedoch in einem Interview mit dem Wall Street Journal, der Rücklauf der Aktion sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Kampf um Marktanteile erlebt auch die Konkurrenz Rückschläge, Real Networks erleidet bei dem Versuch, mit Dumpingpreisen von 49 Cent pro Song Kunden an sich zu binden, schwere Verluste.

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