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Hearst bringt Abos auf das iPad

06.05.2011 | 07:36 Uhr |

Die Verlagsgruppe Hearst hat laut Wall Street Journal mit Apple eine Vereinbarung über Zeitschriften-Abos für das iPad geschlossen

The Daily 09
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Magazine wie Esquire, Popular Mechanics und O, The Oprah Magazine sollen auf dem iPad im Abo erhältlich sein. Hearst wäre einer der ersten Verlage, der das umstrittene Abo-Modell des App Store annimmt. Doch besteht Grund zur Annahme, dass Hearst Sonderkonditionen für sich herausgehandelt hat - oder Apple den Verlegern entgegen kommt. In seinen Bedingungen für Abos verbietet Apple, außerhalb des App Store günstigere Abos anzubieten, die Kundendaten für In-App-Abos behält Apple für sich, außer der Abonnent willigt in die Weitergabe seiner Daten an Dritte - sprich den Verleger - ein. Gegenüber dem Wall Street Journal habe jedoch eine Hearst-Sprecherin verlauten lassen, man habe mit Apple eine "faire und angemessene" Vereinbarung geschlossen. Näher ging sie nicht darauf ein, auch nicht auf die Frage, welche Daten Apple und der Verlag austauschen werden. Die Zeitschriftenabos wird Hearst ab Juli anbieten, derzeit kommt etwa das Esquire-Magazin jeden Monat als eine neue App. Später will der Verlag auch weitere Zeitschriften und Zeitungen im App Store anbieten, Hearst gehört unter anderem der San Francisco Chronicle, der Houston Chronicle und der Seattle Post-Intelligencer.

Zu Beginn dieser Woche war bekannt geworden, dass Print-Abonnenten von Time, Sports Illustrated und Fortune kostenlos Magazine als In-App-Kauf laden können, Time Warner muss dafür kein Abo über den App Store anbieten, sondern kann Ausgaben weiterhin einzeln verkaufen. Apples rigide Abo-Richtlinien weichen also immer mehr auf, fraglich bleibt, ob der App-Store-Anbieter sie generell ändern wird oder weiterhin nur großen Verlagen Sonderkonditionen anbietet.

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