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Making Professional Photos

23.11.2005 | 13:50 Uhr |

Hinter dem Kürzel Adf steckt der Arbeitskreis Digitale Fotografie, eine Non-Profit-Organisation, die sich um Förderung und Verbreitung der Digitalen Fotografie bemüht. In regelmäßigen Abständen lädt der Adf zu Symposien und Veranstaltungen ein, diesmal unter dem Motto „Printing Professional Photos“.

Experimentierfreudig, damit charakterisiert man die Fotografen, die auf dem Adf-Symposium in Düsseldorf über ihre Arbeit referiert haben, am Besten. Nur dass die Experimente mittlerweile nicht mehr in der Dunkelkammer stattfinden, sondern im Zusammenspiel von Digitalkamera, Software, Druckmaterialen, und natürlich einem Mac. Der digitale Workflow spart Fotografen nicht nur viel Zeit und Nerven – wie die Referenten anschaulich und mit manchem Seitenhieb auf Agenturen und Bildredakteure darstellten, sondern erweitert auch die Möglichkeiten bei Bildbearbeitung und -ausgabe.

Und es war außerordentlich spannend, zu sehen, wie groß der Ideenreichtum der Kreativen sind, wie schnell sie sich neue Technologien zu eigen machen und wie aufgeschlossen viele Hersteller – gerade von Druckern – für ihre Experimente sind.

Großdrucke auf Helgoland

Was macht ein Fotograf, wenn er sich bei den Motiven seines Fotobuchs bedanken möchte? Nun, wenn er Christian Popkes heißt, nimmt er die Bilder, und bringt sie zurück an den Ort ihrer Entstehung, in diesem Fall auf die kleine Nordseeinsel Helgoland. Weil die Insel so klein ist, sollten die Fotos dafür richtig groß werden. Auf bis zu 5,3 mal 5,3 Metern hoch vergrößert hängen die Fotodrucke überall auf der Insel verteilt. Als besondere Härtebedingungen erschwerten die salzhaltige Luft der Insel und die besonders hohe UV-Strahlung die Auswahl des richtigen Materials.

Zusammen mit Hewlett-Packard, die das Projekt unterstützt haben, fand sich jedoch eine Reihe passender Druckmedien, so dass die auf einem 60-Zoll-Designjet ausgegebenen Fotos nun nicht nur an zahlreichen Außenwänden auf Helgoland zu besichtigen sind, sondern beispielsweise auch am Grunde eines Schwimmbad oder in einem Leuchtkasten. Die Fotos haben den ursprünglich geplanten Zeitraum von einigen Monaten inzwischen so gut überdauert, dass die Ausstellung immer noch hängt. Ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn mit Formaten und Materialien gespielt werden kann, meint Popkes, und ein erfolgreiches noch dazu. Möglich werden solche und andere Arbeiten in einem Macintosh-Workflow, der neben Power Mac G5, Powerbook und Creative Suite hoffentlich bald um ein zweites 30 Zoll großes Cinema-Display erweitert wird, auf das Popkes schon eifrig spart. Ach ja, und Aperture, will er sich möglichst noch als einer der ersten Anwender in Deutschland auf seinem Rechner installieren, Popkes freut sich schon, die Software „endlich in die Hände zu bekommen“.

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