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Mandl & Schwarz: Mit Windows auf den Mac

13.08.2007 | 14:02 Uhr |

Seitdem die neueren Macs auf Intel-Prozessoren laufen, ist Windows auf Apple-Rechnern ein flotter Dauerbrenner. Daniel Mandl und Michael Schwarz wollen in ihrem Büchlein zeigen, wie das am effektivsten geht.

Mit Windows auf den Mac
Vergrößern Mit Windows auf den Mac

Die Zauberworte für alle, die auf ihrem Mac-Rechner nicht auf Windows-Anwendungen verzichten können oder wollen, heißen ”Boot Camp” oder ”Parallels Desktop”. Zu Letzterem gibt es weitere kommerzielle Alternativen wie ”VMWare” oder ”Crossover”, diese befanden sich aber bei Erscheinen des Buchs von Mandl und Schwarz noch im Betastadium, so dass die Konzentration der Autoren auf Parallels völlig in Ordnung geht. Mit Apples Boot Camp lässt sich auf einem Macintosh eine Partition einrichten, auf der man dann ”ganz normal”, nach jeweiligem Booten unter dieser Installation, Windows betreiben kann. Der Vorteil liegt darin, dass auch grafisch aufwändige Programme bis hin zu aktuellen 3D-Windows-Spielen nativ auf dem Mac laufen. Parallels dagegen startet als Virtualisierung unter Mac-OS X, sodass man zugleich – eben ”parallel” – Zugriff auf beide Welten hat. Im optionalen ”Coherence Mode” merkt man zudem kaum, ob ein Programm gerade aus der Mac- oder Windowswelt stammt, eine sehr elegante Lösung für alle Anwender, die insbesondere auf die volle Leistung bei Windowsspielen verzichten können.

Installation und Betrieb mit Boot Camp und Parallels

Das Buch zeigt in lockerer Sprache, dabei mit (fast) immer kompetenter Auskunft die Möglichkeiten und Vorteile eines Umzugs mit Windows auf den Mac auf. Nach einer knappen, grundlegenden Einführung in das Mac-System, das sich vor allem, aber nicht nur an Windows-User richtet, erfährt der Leser detailliert, wie der Windows-Umstieg auf den Mac mit Boot Camp gelingt. Das an sich selbst erklärende Installations-Prozedere mittels des Apple-Tools dokumentieren die Autoren geradezu minutiös, auch anhand zahlreicher farbiger Screenshots, die leider an manchen Stellen im Buch angesichts des Formates von nur 19 x 12 cm etwas zu klein geraten sind, um wirklich aussagekräftig zu sein. Nebenher erfährt man in eingestreuten, farblich abgesetzten Kästen weiteres Wissenswertes, etwa über die unterschiedlichen Dateiformate für Windows, FAT und NTFS. Hier freilich ist den Autoren ein Fehler unterlaufen, denn tatsächlich kann das Mac-OS X Partitionen mit NTFS zwar nicht beschreiben, aber dafür doch immerhin lesen, was Mandl und Schwarz bestreiten (S. 49).

Weiter geht es mit der alternativen oder zusätzlichen Installation von Parallels. Zu Recht empfiehlt das Buch übrigens, zum aktuellen Zeitpunkt lieber auf Windows XP statt das besonders in punkto Treibern noch etwas unausgereifte neuere Vista zurückzugreifen, was sich auch aus Performance-Gründen als Vorteil erweist. Sehr detailliert zeigen die Autoren, wie man sich mit Parallels zwischen den beiden Welten möglichst nahtlos hin- und herbewegt, Dateien öffnet und Daten ”ohne Barriere” austauscht oder externe Hardware unter der Windows-Virtualisierung nutzt.

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