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Netbooks dürfen Netbooks heißen

02.06.2009 | 11:35 Uhr |

Der Streit wegen des Markennames "Netbook" ist beigelegt. Das Unternehmen Psion, dem die Namensrechte an dem Begriff gehören, verzichtet von nun an auf diese Rechte und gibt den Namen frei.

Asus Eee PC Netbook
Vergrößern Asus Eee PC Netbook

Der Begriff "Netbook" ist nicht länger markenrechtlich geschützt. Die Firma Psion hatte das Wort 1996 als Markennamen schützen lassen und im Jahr 2000 den gewünschten Markenschutz erhalten. 2001 erscheint schließlich ein tragbarer Mini-PCs (UMPC) von Psion mit dem Namen "Netbook Pro" Zwischenzeitlich hat sich das Wort jedoch im Sprachgebrauch als Bezeichnung für kleine und günstige Laptops eingebürgert. Psion wollte dagegen vorgehen, dass Chiphersteller Intel Prozessoren damit bewirbt, dass sie für Netbooks besonders geeignet seien.

2008 beginnt Psion damit, Herstellern Einstweillige Verfügungen zu schicken, die den Namen Netbook verwenden. Psion klagt gegen Intel, Intel klagt gegen Psions Markenschutz. Auch Dell geht zwischenzeitlich gegen den Schutz des Wortes Netbook vor. Jetzt haben alle Parteien ihre Klagen zurückgezogen und Psion verzichtet in Zukunft auf das Markenrecht auf den Begriff. Jetzt darf jeder Hersteller offiziell von Netbooks reden, wenn er von kleinen, günstigen Laptops spricht.

Intel hatte in seiner Klage damit argumentiert, dass Netbook ein weit verbreiteter, üblicher Begriff sei. Der Rechtsstreit ist jetzt beigelegt. Psion verzichtet auf sämtliche Rechte an dem Namen. Keine der Parteien weicht offiziell von ihrem Standpunkt ab. Ob bei der Einigung Geld geflossen ist wurde nicht bekannt.

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