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Markt für digitale CE wächst 2006 erstmals über 10 Milliarden Euro

29.08.2006 | 09:40 Uhr |

Der deutsche Markt für Consumer Electronics wird in diesem Jahr voraussichtlich um 8,7 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro wachsen. Das gab Bitkom-Präsident Willi Berchtold auf Basis einer Studie der Marktforscher von GfK und EITO bekannt.

Der deutsche Markt für Consumer Electronics wird in diesem Jahr voraussichtlich um 8,7 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro wachsen. Das gab Bitkom -Präsident Willi Berchtold auf Basis einer Studie der Marktforscher von GfK und EITO bekannt.

"Das Marktwachstum wird dabei ausschließlich von digitalen Geräten getrieben. In diesem Segment steigt die Nachfrage um knapp 18 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro", so Berchtold. Der Markt der analogen Unterhaltungselektronik, also etwa Videorekorder, Stereoanlagen und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen um fast 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Diese Entwicklung soll sich fortsetzen. Berchtold: "Für 2007 erwarten wir ein Plus von 5,4 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro bei digitalen Geräten. Für den analogen Bereich wird es um knapp 10 Prozent nach unten gehen, auf 2,6 Milliarden Euro. Der digitalen Welt gehört die Zukunft."

Besonders Flachbild-Fernseher profitieren von der Digitalisierung. Für sie werden die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgeben, 70 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dabei steigen die Umsätze bei den Plasma-Geräten von 674 auf 911 Millionen Euro, bei den LCD-Fernsehern von 1,5 auf 2,7 Milliarden Euro.

Flachbildschirme stehen derzeit für 28 Prozent des Gesamtmarktes für Consumer Electronics. 2007 rechnet der Bitkom in diesem Segment mit einem Plus von 20 Prozent auf dann 4,4 Milliarden Euro.

Ebenfalls im Aufwind befinden sich Spielekonsolen sowie digitale Set-Top-Boxen. Letztere legen in diesem Jahr voraussichtlich um sieben Prozent auf 450 Millionen und im nächsten Jahr um 17 Prozent auf 530 Millionen Euro zu. "Hier holen wir gerade erst so richtig Schwung", kommentiert der Bitkom-Präsident.

Das bislang stürmische Wachstum bei Digitalkameras und DVD-Geräten wird sich hingegen beruhigen. Die Ausgaben für Digicams bleiben stabil bei rund 1,9 Milliarden Euro, DVD-Geräte bei rund 820 Millionen Euro. (go)

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