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IDC: Mobilfunkmarkt im zweiten Quartal rückläufig

02.08.2009 | 18:26 Uhr |

Für 2009 soll laut Prognose der Handymarkt weltweit gar um dreizehn Prozent gegenüber 2008 einbrechen. Mit Preissenkungen versuchen die Marktführer ihre Positionen zu verteidigen; dem Kunden kann das nur Recht sein, denn auch die heiß begehrten Smartphones werden zunehmend erschwinglicher.

Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
Vergrößern Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
© Apple

Die Marktforscher von IDC bestätigen, dass trotz positiven Entwicklungen bei den Smartphones der weltweite Handymarkt auch im zweiten Quartal Verluste zeigt.

Im zweiten Quartal 2009 ist der Mobiltelefonmarkt um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal eingebrochen und der Umsatz schrumpfte auf lediglich 269,6 Millionen verkaufte Handys. Dennoch ist Optimismus angesagt, denn die Bilanz sieht wesentlich rosiger als in 1/2009 aus. Für das erste Quartal korrigierte IDC die Verluste von ursprünglich veranschlagten 15,8 auf 17,2 Prozent nach oben.

Ramon Llamas, ein leitender Analyst bei IDC, bekräftigt, dass trotz Kürzungen bei der Lagerhaltung von Fertigungsteilen und Verlusten durch schwankende Währungs-Wechselkurse der Mobiltelefonmarkt sich bereits leicht erholt. "Für hochwertige Smartphones kann sogar Zuwachs gemeldet werden", bestätigt Llamas und sagt für den weltweiten Mobiltelefonmarkt für das Gesamtjahr 2009 einen Verlust von nur 13 Prozent gegenüber 2008 voraus.

Dank lebhafter Konkurrenz und großer Nachfrage sind vor allem de Smartphones drastisch günstiger geworden. Auch Apple hat mit dem Ausbau der iPhone-Serie im Juni den Preis für sein iPhone-Einsteigermodell in den USA auf knapp 100 US-Dollar gesenkt. IDC sieht darin einen Trend, der sich marktweit auch in den kommenden Monaten fortsetzen soll.

Nokia ist gemäß der Analyse auch im zweiten Quartal 2009 mit 203,2 Millionen Geräten immer noch Marktführer für Mobiltelefone, Trotz einem Rückgang um 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Samsung Electronics auf Platz zwei kann mit einem Umsatz von 52,3 Millionen Handys einen Zuwachs von 14,2 und LG Electronics auf Platz Drei mit 29,8 Millionen Geräten eine Zulage von 6 Prozent verbuchen.

Motorolas Umsatz auf Platz Vier hingegen war mit nur 14,8 Millionen Handys um satte 47 Prozent rückläufig, und Sony Ericcson auf Platz Fünf war außerdem der einzige große Hersteller, dessen Einbruch der Verkaufszahlen im zweiten Quartal sogar die des ersten übertrafen. Mit dem Verkauf von nur 13,8 Millionen Geräten in 2/2009 gegenüber 14,5 Millionen in 1/2009 brach die Umsatzzahlen um 43,4 Prozent gegenüber 2/2008 ein.

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