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Analyst: Tablets überholen Netbooks in 2012

27.07.2010 | 07:24 Uhr |

Die Marktforscher von Canalys erwarten, dass Apple bis mindestens 2011 den Tablet-Markt komplett beherrschen wird und die Gesamtzahl aller Tablets bis 2012 die Netbook-Verkäufe überrunden. "Schuld" daran sollen nicht zuletzt die Netbook-Hersteller sein, die nicht wirklich Neues zu bieten haben.

Nur wenige Monate nach der Einführung hat Apples iPad bei tragbaren PCs im zweiten Quartal 2010 seinen Marktanteil auf sechs Prozent ausgebaut. Canalys berichtet in seiner vierteljährlichen Studie des PC-Marktes, dass Apple dank dem den über drei Millionen iPad-Verkäufen der Sprung in die Top-5 der PC-Hersteller gelungen ist. Chris Jones, der Vizepräsident von Canalys, schätzt, dass der Erfolg des iPads nicht nur auf die Marke Apple zurückzuführen ist. "Um ernsthaft Marktanteile zurück zu gewinnen, muss die Konkurrenz entweder eine neue Generation von Netbooks oder aber eigene Tablets auf den Markt bringen.", behauptet Jones. Bereits mehrere Hersteller haben ihre Tablet-PCs für das Spätjahr 2010 angekündigt. In der Studie beschreibt Canalys, dass noch in 2010 12,5 Millionen Tablets verkauft werden und die Zahl bis Ende 2014 auf 66 Millionen ansteigen soll. In 2012 sollen Tablets dann die Netbook-Verkäufe überrunden.

Mit dem iPad hat sich Apple von Anfang an einen Riesenvorsprung gesichert, den die Firma mindestens 2011 problemlos halten kann. Canalys erwartet, dass die Konkurrenz zunächst mit verschiedenen Modellen für Privat- sowie Unternehmenskunden experimentieren wird. Laut Jones wird die größte Herausforderung für die Konkurrenz der Anspruch sein, ein Gerät mit nahtlosem Zusammenspiel von Hard-und Software zu bauen, das die Kunden wirklich zufrieden stellt.

In den nächsten drei Jahren erwarten die Analysten einen harten Wettbewerb zwischen den Plattformen iOS , Android , Web-OS , Blackberry und höchstwahrscheinlich auch MeeGo und Chrome-OS .

Für Natalie Spitz, eine leitende Analystin bei Canalys, wird es zunehmend wichtiger, dass ein Tablet mit allen anderen Geräten, die der Anwender sonst noch besitzt, problemlos zusammenarbeitet. Neben reiner Synchronisation empfiehlt sie allen Herstellern einen guten strategischen Plan für Inhalte zu entwickeln. Dieser Bereich allzu oft vernachlässigt. Nur deshalb greifen in der Zwischenzeit einige Kunden dann doch zum Netbook. Sobald Tablets diese Lücke schließen, soll der Netbook-Markt dann rasant an Boden verlieren , schätzt Spitz.

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