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iSuppli: Apple macht super Schnitt bei iPhone 4

29.06.2010 | 07:31 Uhr |

Von Gewinnspannen wie bei Apple können andere Unternehmen nur träumen: Die Einzelteile des neuen iPhone kosten gerade mal ein Viertel dessen, was der Kunde letztlich im Laden berappen muss.

Der Marktforscher iSuppli hat das Smartphone aufgeschraubt und herausgefunden, dass der Wert der Materialien für das kleinste Modell bei lediglich 187,51 Dollar liegt (rund 150 Euro).

Das fertige Gerät verkauft Apple im britischen Online-Store ab umgerechnet rund 600 Euro. In dem Preis stecken dann allerdings noch Arbeits-, Entwicklungs-, Lizenz- und Vertriebskosten. In Deutschland und anderen Ländern gibt es den neuesten Streich aus Kalifornien meist nur mit Zwei-Jahres-Vertrag. So verlangt die Telekom für die 16-Gigabyte-Variante je nach Tarif zwischen 1 Euro und knapp 300 Euro. Das Modell mit 32 Gigabyte Speicher kostet etwa 100 Euro mehr. Apple hat gegenüber den Vorgängern allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. In den vergangenen Jahren habe der Preis der Komponenten zwischen 170 und 180 Dollar gelegen, sagte iSuppli- Analyst Kevin Keller am Montag der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. Im iPhone 4 steckt etwa ein höher auflösender Bildschirm. Der allein kostet laut iSuppli 28,50 Dollar und stammt vermutlich vom südkoreanischen Elektronikkonzern LG.

Das iPhone 4 gibt es seit vergangener Woche zu kaufen. Kunden müssen sich allerdings gedulden. Apple kommt mit der Produktion nicht hinterher. In Deutschland spricht die Telekom als Exklusivpartner davon, dass eine Lieferung "ab Juli" wieder möglich ist. In den USA beträgt die Wartezeit inzwischen drei Wochen. Allein am ersten Verkaufstag hatte Apple geschätzt 1 Millionen Geräte losgeschlagen. (dpa)

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