Mathematik-Software

Mathematica 9 analysiert soziale Netze

29.11.2012 | 11:13 Uhr | Peter Müller

Wolfram Research hat mit Mathematica 9 nach zwei Jahren das erste Update für seine Wissenschaftssoftware herausgebracht. Eine der wesentliche Neuerungen sind Analyse-Tools für soziale Netzwerke wie Facebook.

Über APIs lassen sich Daten aus sozialen Netzen gewinnen, diese analysieren und grafisch darstellen, verspricht der Hersteller. Neu hinzugekommen sind eine Reihe komplizierter Differentialgleichungen, etwa solche mit Unstetigkeiten, wie sie etwa die Bewegung eines auf einer Oberfläche hüpfenden Balles beschreibt. Dazu kommen neue Algortihmen für Signalverarbeitungen oder Vektor-Analysis. Damit will Wolfram Forschern die Arbeit an der Ausformulierung ihrer Gleichungen erleichtern. Neu hinzugekommen ist die Programmiersprache R für mathematische Statistik.

Daten will Mathematica nun auch dreidimensional darstellen, rechenintensive Bildverarbeitungsaufgaben lassen sich an mächtigere Rechner exportieren und die Visualisierung der Daten mit anderen teilen. Die Technik Wolfram Predictive Interface verspricht, dem Anwender mit kontextbasierten Vorschlägen für die nächsten Rechenschritte die Arbeit zu erleichtern. Die Home-Edition von Mathematica kostet in der Einmallizenz 300 US-Dollar oder 150 US-Dollar jährlich, die Standard-Ausgabe schlägt mit einmalig 2.500 US-Dollar oder 1.000 US-Dollar jährlich zu Buche.

1640129