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Mediastreaming mit der Playstation 2

28.07.2004 | 15:56 Uhr |

Der amerikanische Hersteller BroadQ ist nach fast zweijähriger Entwicklung mit dem Streaming-Client "Medio" (in den USA als 'Qcast Tuner' auf dem Markt) für europäische PS2s fertig.

Das finale Produkt ist seit Ende Juni für rund 60 Euro in allen Mediamärkten und Saturn-Geschäften verfügbar. Die Software setzt eine Playstation 2 mit dem etwa 40 Euro teuren Netzwerkadapter voraus, sowie einen Rechner, der als Server für die gestreamten Videos, die Musik oder die Fotos dienen kann.

In Sachen Audio wird mp3, Ogg Vorbis und AC3 (nur als Audiospur in einem Video) unterstützt, bei Videoformaten zeigt sich Medio etwas vielseitiger: MPEG1/2/4 sowie DivX in allen Versionen ab 3.11 und Ogg Media beherrscht die Software. Bilder kann Medio lediglich im JPG- und im PNG-Format darstellen.
Was die Videoauflösungen angeht so kann Medio laut Hersteller Streams mit bis zu etwa 230.000 Bildpunkten flüssig dekodieren, sprich: Auflösungen bis zu 720 x 320, bis zu 640 x 360 und bis zu 512 x 384 werden empfohlen. Das Bild lässt sich zentrieren und strecken, auch 16:9 mit Progressive Scan kann der Player darstellen. Surround-Sound-Ausgabe kann mit passendem Sourroundsystem digital über den optischen Ausgang der PS2 geschehen.
Medio erlaubt sogar die Wiedergabe und das Spulen in unvollständigen AVI-Dateien ohne Index. Die Bedienung findet per Joypad oder PS2-Fernbedienung ähnlich wie bei DVD statt, man kann dabei bequem vom Sessel aus die gewünschte Mediendatei direkt auf dem Server auswählen. Medio kann Playlisten von Musik und Video erstellen und verwalten, auch Bilder-Slideshows mit Überblendungen sind möglich. Diese können dann auf Speicherkarten gesichert werden.
In einem Netzwerk können mehrere Server und Clients parallel laufen, auch an eine Kindersicherung hat BroadQ gedacht.
Das Streaming soll sogar über WLAN-Bridges oder Hubs-Switches an die die PS2 angeschlossen ist funktionieren, ob Medio hierbei 11 oder 54 MBit WLAN voraussetzt sagt der Hersteller allerdings nicht.

Das Netzwerk konfiguriert sich automatisch, die Streaming Server-Software ist in Java geschrieben und läuft deshalb auch auf Mac und Linux. Für den Mac gibt BroadQ als Voraussetzung Mac-OS X ab Version 10.1 und Java 1.4.0 an. Ein G3 oder G4 mit mindestens 64MB RAM und 20 MB Festplattenplatz für die Software sollte es sein. Da die Playstation 2 das rechenintensive Film-Decoding übernimmt ist die Software für den Server sehr genügsam.
Der Hersteller nennt als weitere Voraussetzung eine Internet-Verbindung für die Erstinstallation um automatisch Updates einzuspielen.

Info BroadQ-Homepage

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