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Medienhäuser und Internet-Unternehmen machen Online-Schule

05.09.2000 | 00:00 Uhr |

Mit Beginn des neuen Schuljahres soll eine
bundesweite Multimedia-Schulaktion mit dem Namen «Stars@Bytes» die
deutschen Schüler und Lehrer besser mit der Informationsgesellschaft
vertraut machen.

Unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums
stellen mehrere Medienhäuser und Internet-Unternehmen vom 15.
September an unter der Adresse «www.stars-bytes.de» unter anderem
Unterrichtseinheiten im Internet bereit. Parallel dazu werden die
Schüler mit Informationsmaterial versorgt und begleitende Wettbewerbe
veranstaltet.

An der Aktion mit dem Motto «Die Zukunft liegt in eurer Hand» sind
das Hamburger Magazin stern, der Zeitbild-Verlag, Hewlett-Packard,
die Karstadt Warenhaus AG, amazon.de, AOL Deutschland und Siemens
Mobile Phones beteiligt. Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn sagte
am Montag in Hamburg, die Einbeziehung von Internet und Multimedia in
den Unterricht sei in deutschen Schulen noch immer nicht alltäglich.
«Wenn Deutschland den Anschluss nicht verpassen will, muss endlich
flächendeckend gehandelt werden.»

Zum Start des neuen Schuljahres versorgte der Zeitbild-Verlag
dabei 23 000 weiterführende Schulen mit Informationsmaterial für
Schüler und Lehrer. Im Internet werden fünf Lehreinheiten online
gestellt, teilten die Organisatoren mit. In einem begleitenden
Wettbewerb sollen Schüler Online-Magazine entwickeln, Multimedia-
Kunstwerke gestalten oder das Telefon der Zukunft planen.

Unter dem Motto «DIE ZEIT für die Schule» beginnt am kommenden
Donnerstag zum dritten Mal ein medienpädagogisches Projekt der
Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. Wie die Zeitung mitteilte, richtet
es sich an Lehrer mit Klassen und Kursen von der 10. Jahrgangsstufe
an. Zu den Themen Medienkunde, Politik oder Geschichte werden dabei
Texte und ein Paket mit Arbeitsblättern angeboten. Zusätzlich können
für jeden Schüler kostenlos vier aktuelle ZEIT-Ausgaben bestellt
werden. In den vergangen zwei Jahren haben laut ZEIT mehr als 6 000
Lehrer und insgesamt 100 000 Schüler von Gymnasien, Berufsbildenden
Schulen und Fachoberschulen das Angebot in Anspruch genommen.
dpa

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