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Kurztest: Bookpedia & Co. in Version 5

16.11.2011 | 10:46 Uhr |

Bruji hat seine vier "NN-pedia"-Tools zum Katalogisieren und Verwalten von Büchern, DVDs, Spielen und CDs überarbeitet und in kostenpflichtigen neuen Versionen veröffentlicht. Wir haben drei von ihnen näher betrachtet.

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Verzichtet für diesen Schnelltest haben wir lediglich auf CDpedia - einfach, weil wir fast vollständig auf digitale Musik aus iTunes & Co. umgestiegen sind und man dort bereits ausreichend mit Titelinformationen und Coverbildern versehen ist. Doch grundsätzlich haben alle vier Pedias einen sehr ähnlichen Aufbau und vergleichbare Funktionen. Es handelt sich für unseren Test um Bookpedia, DVDpedia und Gamepedia, die trotz ihrer englischen Programmnamen komplett deutsch lokalisiert sind. Das gilt allerdings leider nur für die Menüführung und Bezeichnungen von Bibliothek und anderen Sammlungen. Die Hilfe dagegen ist jeweils nur auf Englisch verfügbar.

Ärgerliches mit Amazon

Das ist im Großen und Ganzen kein Problem, weil man mit den Applikationen recht intuitiv arbeiten kann. Freilich gibt es in Version 5 durchweg eine drastische Änderung: Auf den Zugriff der Datenbank bei Amazon, das bisher die hauptsächliche Quelle für die Titel und Beschreibungen respektive Kommentare war, wird nun vom Entwickler der Software vollständig verzichtet. Der Grund für die Ausmusterung des größten Internethändlers für Bücher und andere Ware: Man will endlich Pocketpedia 2 für iOS-Geräte auf den Weg bringen. Amazon hat immer wieder verhindert, dass diese App dauerhaft im App Store landet, weil man das eigene Urheberrecht durch den Zugriff auf Beschreibungen, Wertungen und Kommentare speziell in dieser mobilen Version verletzt sah.

Wer dennoch, und das ganz besonders bei den Büchern, auf Amazon.de zugreifen möchte, kann dies über ein recht kompliziertes Verfahren nach einer Anmeldung bei Amazon Web Services tun. Gerade die Anleitung dazu würde man aber doch gern in seiner Landessprache lesen, dann fiele es etwas leichter. Ist man durch diesen Prozess hindurch, klappt es mit der Suche bei Amazon zwar wie gewohnt. Allerdings bleiben die Einträge bei Zusammenfassungen und Kommentaren oft leer, so dass man hier etwa per Copy-and-Paste selbst nacharbeiten muss. Man landet auch nicht mehr optional per Menüeintrag "Auswahl für Amazon öffnen" aus dem Programm heraus passend auf der Amazon.de-Website, wie in früheren Versionen. Außerdem klappt das Einscannen des Barcodes über die Facetime-Kamera (früher als iSight bekannt) oder Webcam nur unzuverlässig, was ganz offensichtlich an den Lichtverhältnissen liegt. Wenn es zu hell ist oder wie insbesondere bei DVD- und Spielehüllen mit ihren spiegelnden Folienüberzügen blendet, hat man praktisch keine Chance. Bei Büchern gelingt es meistens besser, doch auch hier sollte man nicht direkt einem hellen Fenster gegenübersitzen. Zur Not klappt es aber fast immer mit der Eintragung von Autor oder Titel in der Suchmaske.

Neue Quellen teilweise ausgezeichnet

Doch gerade bei Kinofilmen und DVDs gelingt es mit dem Umstieg auf insbesondere das Filmportal Cinefacts sehr gut, die Einträge sind ausführlich und bringen Inhalt und Wertung treffend auf den Punkt. Selbstverständlich kann man nach wie vor auch andere Informationsquellen anzapfen, wie etwa Wikipedia oder Doghouse oder eben Amazon.de nach entsprechendem Prozedere. Die eigenen Prioritäten lassen sich einfach in den Voreinstellungen einrichten, indem man die jeweilige Quelle mit der Maus nach oben oder unten zieht. Sehr zu begrüßen in der iTunes-ähnlichen Aufmachung ist die Möglichkeit, nun auch halbe Sterne zu vergeben, so dass man insgesamt zehn Wertungspunkte zur Verfügung hat. Davon könnte sich Apple bald mal eine Scheibe abschneiden.

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