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Mehdorn will von Vodafone 649 Millionen Euro für Arcor

29.10.2007 | 07:22 Uhr |

Deutsche-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn will sich einem Pressebericht zufolge vom Festnetzbetreiber Arcor trennen.

Mehdorn erwarte von Vodafone aber ein Angebot über 649 Millionen Euro, berichtete die "WirtschaftsWoche". Damit müsse der britische Konzern für eine Komplettübernahme der Festnetz-Tochter Arcor mehr investieren als bislang geplant. Die Deutsche Bahn halte 18,17 Prozent an Arcor und bewerte den Anteil jetzt deutlich höher als vor einem Jahr. Eine im Februar durchgeführte Wertanalyse komme zu dem Ergebnis, dass Arcor durch das Wachstum bei schnellen Internet-Anschlüssen inzwischen einen Gesamtwert von 3,57 Milliarden Euro habe. Im Jahr zuvor seien es nur 2,34 Milliarden Euro gewesen. Das gehe aus vertraulichen Papieren der zuständigen Projektgruppe (Codename: Arcona) hervor, die der Zeitschrift vorlägen.

Ein Verkauf des Arcor-Anteils solle demnach 649 Millionen Euro in die Bahn-Kasse bringen. Da auch die Deutsche Bank mit 8,18 Prozent an Arcor beteiligt sei, müsste Vodafone bei einer Komplettübernahme mehr als 900 Millionen Euro an die beiden Mitgesellschafter überweisen. Mehrheitseigner Vodafone weise solche Preisvorstellungen als zu hoch zurück. Mehdorn soll dem Bericht zufolge zu Zugeständnissen bereit sein, wenn Arcor der Bahn Preisnachlässe gewähre. Die Bahn sei größter Kunde von Arcor und wolle das auch nach einem Verkauf bleiben. (dpa)

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