961944

Mehr Kerne für den Mac – Leopard auf Vista-Fang

04.01.2007 | 13:43 Uhr |

Der Intel-Umstieg ist abgeschlossen, von nun an wird es Apple darum gehen, stets auf dem neuesten Stand der Prozessortechnik zu bleiben. Vier Kerne könnten schon dieses Jahr Standard in jedem Mac werden, acht Herzen pochen dann in den High-End-Modellen. Mitte des Jahres kommen effizientere Prozessoren in 45-nm-Technik hinzu.

Der Mac Pro wird schneller und bekommt acht Kerne

Mit 45-Nanometer-Chips wird Apple die 3-GHz-Marke deutlich überschreiten

Mit unserem Mac-Pro-Umbau haben wir November 2006 bewiesen, dass ein High-End-Mac mit acht CPU-Kernen nicht nur theoretisch möglich, sondern auch in der Praxis machbar ist. Apple wird den Vierkern-Chip von Intel nutzen, um die Mac-Pro-Serie ein wenig zu überarbeiten. Die Einsteiger-Modelle bis 2,66 GHz dürften schon ab Anfang 2007 nur noch mit einer einzigen Vierkern-CPU vom Typ Xeon 5300 arbeiten. Das spart Kosten, Kühlung und Strom.

Zusätzlich dazu wird es ein neues High-End-Modell mit zwei CPUs, also acht Kernen geben. Es wird am Anfang noch auf 2,66 Gigahertz Takt beschränkt sein, eine Drei-Gigahertz-Variante könnte aber folgen. Diese Maschine wird erstmals mit einem Bluray-Laufwerk ausgestattet sein. Eine für Bluray angepasste Version von DVD Studio Pro bringt Apple zeitgleich auf den Markt. Weitere Taktsteigerungen stehen und fallen 2007 mit der CPU-Entwicklung bei Intel. Der Prozessorriese hat eine Umstellung des Herstellungsverfahrens auf den 45-Nanometer-Prozess für Mitte des Jahres angekündigt. Im Mac Pro könnte dann der neue Server-Chip mit dem Code-Namen Yorkfield Einzug halten. Auch dieser Chip arbeitet mit vier Kernen, taktet aber mit 3,4 bis 3,73 GHz. Eventuell knackt Intel auch schon die Vier-Gigahertz-Hürde. Eine weitere Besonderheit des Yorkfield-Chips: Er arbeitet vermutlich mit insgesamt 12 Megabyte Level-2-Cache, wobei sich jeweils zwei Rechenkerne einen sechs MB großen Cache teilen.

Tipp Wer Achtkern-Rechenpower braucht, muss nicht mehr lange warten. Apple dürfte den ersten Achtkern-Mac bereits in wenigen Wochen bringen. Wenn es um mehr Taktfrequenz pro Rechenkern geht, sollte man seine Investition noch um etwa sechs Monate hinauszögern.

Trend-Check: Mac Pro

Erstes Halbjahr 2007: Mac-Pro-Varianten mit einer und zwei Vierkern-CPUs und 2,66 GHz Takt, Achtkern-Modell mit Bluray-Laufwerk

Zweites Halbjahr 2007: Schnellere Modelle mit Yorkfield-Chip und 3 bis 4 GHz Takt

0 Kommentare zu diesem Artikel
961944