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Aufsichtsbehörde fordert Blogger zur Offenlegung von Honoraren auf

07.10.2009 | 11:28 Uhr |

In den USA haben einige Blogs jetzt mehr Pflichten, ihre Einkünfte und Verstrickungen offen zu legen. So sollen gekaufte Produkttests und getarnte PR erkannt werden.

Google Blogger Beta
Vergrößern Google Blogger Beta

In den USA will die Federal Trade Commission (FTC) Bloggern, die Produkte testen und bewerten, genauer auf die Finger schauen. In neuen Richtlinien fordert die Behörde Blogger dazu auf, alle Zahlungen der Industrie oder die Gewährung von Vorteilen wie überlassene Testgeräte, die mit Produktrezensionen zusammenhängen, offen zu legen. Die Forderung der FTC hängt mit einer Neuordnung der Richtlinien zur Trennung von Werbung und journalistischen Inhalten zusammen, welche die Behörde erlassen hat.

Den FTC Act, der unfairen Wettbewerb verhindern soll, hat die Behörde nach eigenen Angaben somit erstmals seit 1980 überarbeitet. Blogger, die erstmals explizit erwähnt sind, müssen wie andere Medien darlegen, wenn es Verbindungen zwischen den Herstellern und den Produkttests gebe, über Zahlungen oder freie Geräte oder Dienstleistungen. Ebenso müsse man werbliche Inhalte als solche kennzeichnen, wenn etwa in Features Erfahrungen Einzelner mit bestimmten Produkten oder Services als allgemein gültig beschrieben würden.

Der Analyst Dan Olds von der Gabriel Consulting Group hält zahlreiche Blogger aus dem Technikbereich von der Neuregelung betroffen, berichten unsere Kollegen der Computerworld: "Diese neue Regelung könnte einen großen Einfluss auf Blogger oder Review-Sites haben, die begeisterte Besprechungen von Produkten veröffentlichen ohne zu sagen, dass sie für ihre Meinung bezahlt wurden oder dafür freie Produkte erhielten." Olds lobt den Vorstoß der Behörde als Maßnahme für einen besseren Verbraucherschutz.

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