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Mehr Phishing-Webseiten als je zuvor

23.07.2012 | 09:33 Uhr |

Neue Techniken helfen, die betroffenen Seiten schneller zu entdecken und im Internet zu blockieren. Aber auf der anderen Seiten tauchen immer bessere Imitationen auf, die auch skeptische Kunden zu täuschen.

Die Anzahl der entdeckten Phishing-Wenseiten hat in 2012 ein neues Rekord-Hoch erreicht und zeigt, dass es weiterhin ein einträgliches Geschäft ist, mit imitierten Webseiten Kundengelder zu erschleichen. Laut dem letzten Quartals-Bericht der Anti-Phishings-Arbeitsgruppe (APWG) wurden im Februar 56.859 Phishing-Seiten gezählt. Diese Zahl liegt fast ein Prozent höher als der bisherige Rekord von August 2009. APWG ist ein gemeinnütziges Konsortium, die alle von Cyber-Kriminalität bedroht sind, wie zum Beispiel Banken und Sicherheits-Firmen im Internet.

Phishing-Webseiten sind täuschend echte Nachahmungen von Webseiten mit bekannten Markennamen, in die Kunden dann oft falsches Vertrauen setzen und Passworte und andere sensitive Privat-Daten anvertrauen. Die Arbeitsgruppe APWG bestätigt, dass die Rekordzahl dank neuen Techniken zur Erkennung von Phishing-Webseiten erreicht wurde. 38 Prozent dieser Seiten imitieren die von Banken oder anderen Finanz-Diensten. Dahinter folgen die Nachahmung von Webseiten für Online-Zahlung und ähnlichen Diensten und schließlich allgemeine Verkaufs-Seiten mit Online-Shopping. Insgesamt zählte die Studie 392 betroffene Markennamen - ein weiteres Rekordhoch.

Peter Cassidy , Geschäftsführer von APWG, beschreibt den Trend: "Der Markt für Phishingseiten wächst, da ast alle Firmen eine Online-Präsenz haben und immer mehr Transaktionen direkt über das Internet abgewickelt werden. [..] Die Anwender sind bereits wesentlich vorsichtiger mit ihren Privatdaten geworden und können selbst viele Phishingseiten erkennen, aber die Gefahr der Täuschung dank kreativen und gekonnten Fälschungen bleibt bestehen", bemerkt Cassidy in dem Bericht .

Fast die Hälfte aller Fälschungen mit einem Markennamen wurde im ersten Quartal 2012 auf Webservern der USA aufgefunden. Die verbesserten Erkennungstechniken helfen natürlich, Phishingseiten so schnell wie möglich vom Netz zu nehmen, aber die Einsatzmöglichkeiten von neuen Nachahmungen sind fast unbegrenzt: Der Trend, neue Webseiten für eine gezielte neue Marketingaktion zu entwickeln, bildet ständig neue Möglichkeiten für Phishing-Attacken, beklagt Cassidy.

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