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Mehr Power für Spotlight

27.05.2005 | 14:48 Uhr |

Schneller suchen im Finder, in Apples Mail oder im Adressbuch: Mit unseren Tipps und Hinweisen kein Problem

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Mit Spotlight bezeichnet Apple die in Mac-OS X Tiger integrierte Suchenfunktion, die deutlich schneller Ergebnisse liefert als in vorhergehenden Systemversionen. Wer die Funktionsweise von Spotlight kenn, kann die Suche noch optimieren – gerade auch im Zusammenspiel mit anderen Applikationen

Suchen im Finder

Mit Befehl-F öffnet der Finder ein Fenster zum Suchen, das bis auf die Suchbedingungen einem normalen Finder-Fenster gleicht. Als Standardbedingungen sind im Suchfenster immer „Art ist beliebig“ und „Zuletzt geöffnet an einem beliebigen Datum“ und als Suchgebiet „Computer“ eingestellt, so dass die Eingabe eines Suchbegriffs oben im Fenster alle zum Suchbegriff passenden Dokumente und Objekte auf dem Rechner findet, genauso wie die Eingabe im Spotlight-Fenster und im Spotlight-Menü. Einen Fehler haben die Programmierer jedoch eingebaut denn anders als die direkte Suche mit Spotlight findet der Finder keine E-Mails.

Die Suche schränkt man durch Anklicken eines Suchorts ein, neben „Server“, „Computer“ und „Privat“ erscheinen der zuletzt in der Seitenleiste des Finderfensters markierte Ordner oder das zuletzt markierte Volume. Mit einem Klick auf „Andere“ lassen sich ganz gezielt einzelne Ordner oder Volumes zur Suche auswählen. Standardmäßig sind hier alle Volumes aufgelistet, mit einem Klick auf das Plussymbol nimmt man weitere Objekte in die Liste auf. Auch den Ordner „System“ kann man hier auswählen, gefunden werden aber nur sichtbare Objekte und keine unsichtbaren, selbst wenn man bei den Bedingungen „Unsichtbar“ einstellt.

Durch Auswählen und Hinzufügen von Bedingungen lässt sich die Suche gezielt durchführen. In den Aufklappmenüs links wählt man eine der Suchkategorien aus. Der Klick auf „Andere“ öffnet ein Fenster mit einer langen Liste, die sämtliche Metadaten enthält, die von Spotlight erfasst werden. Man kann damit beispielsweise auch nach dem Copyright einer Datei suchen, der Video-Bitrate eines Films oder der verwendeten Blende eines Digitalfotos.

Den Suchbegriff gibt man bei der gezielten Suche entweder in das Eingabefeld oben im Fenster ein oder nimmt eines der Eingabefelder, die bei manchen Bedingungen verfügbar sind. Dann lässt sich unterscheiden, ob der Suchbegriff im Namen der Datei, in ihrem Inhalt oder als Schlüsselwort vorkommen soll. Beim Feld für Schlüsselwörter haben die Programmierer jedoch gepfuscht, denn das sich bei der Eingabe öffnende Fenster für die Vorschlagsliste füllt locker auch den breitesten Bildschirm, zudem überschreibt die eingebaute Intelligenz zur Vervollständigung des Namens gerne die gerade eingetippten Buchstaben.

Eine Falle ist bei der Bedingung „Art“ eingebaut: sucht man nach Dokumenten, werden keine Text- und RTF-Dateien gefunden, das Spotlight-Fenster listet diese dagegen unter „Dokumente“ auf. Man findet Textdateien nur, wenn nach „Text“ gesucht wird. PDF-Dateien findet der Finder dagegen auch bei der Suche nach Dokumenten und auch die Bilder, trotzdem es für diese ebenfalls eigene Kategorien gibt. Da sich Bedingungen nicht mit „Oder“ verknüpfen lassen – was eine der großen Schwächen der Findersuche ist – kann man beispielsweise nicht nach Textdateien und Dokumenten gleichzeitig suchen, in denen ein bestimmtes Wort vorkommt oder alle Dateien und Textdokumente auflisten lassen, die am aktuellen Datum bearbeitet wurden.

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