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Mehr Sicherheit durch Vielfalt

02.07.2004 | 13:31 Uhr |

Die einer Monokultur ähnelnde Dominanz von Windows-Betriebssystemem und -Browsern sei eine der Hauptgründe für die von Viren und Trojanern ausgehende Gefahren, debattierten Sicherheitsexperten auf der Konferenz Usenix 2004 in Boston.

Dan Geer, wissenschaftlicher Leiter bei Verdasys und zuvor bei der Sicherheitsfirma @Stake nach Veröffentlichung eines Microsoft-kritischen Reports gefeuert, vergleicht die Evolution der Computerindustrie mit der Entstehung des Lebens auf der Erde. Die IT-Branche sei im jetzigen Zustand vergleichbar mit frühen Lebensformen wie den blau-grünen Algen, die sich diversifizieren mussten, um Gefahren besser abwehren zu können. Auch Scott Charney, bei Microsoft für Sicherheitskonzepte der Hauptverantwortliche, räumte ein, dass heterogene Netze, die auf unterschiedlichen Betriebssystemen basieren, sicherer sind als Monokulturen. In Zeiten sinkender IT-Budgets und dem Zwang zu einem raschen Return of Investment sei es Unternehmen aber nur schwer vermittelbar, ihre IT-Strukturen auf verschiedene Säulen zu erreichten.

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